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Invesco senkt Gebühren für MSCI World ETF kräftig

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 31.03.2026

Invesco senkt Gebühren für MSCI World ETF kräftig
Bildquelle: Foto von Jakub Żerdzicki auf Unsplash

Invesco senkt die Gesamtkostenquote seines synthetischen MSCI-World-ETFs deutlich und versucht so beim anhaltenden Preiskampf der Welt-ETFs mitzuhalten.

Zum 1. April 2026 senkt Invesco die Gesamtkostenquote (TER) seines synthetischen MSCI-World-ETFs (ISIN: IE00B60SX394) von 0,19 % auf aggressive 0,05 % pro Jahr. Damit ist das Produkt mit einem Fondsvolumen von rund 5,6 Milliarden Euro ab sofort der günstigste MSCI-World-ETF am europäischen Markt und unterbietet die Platzhirsche von iShares und Xtrackers deutlich.

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Strategischer Schachzug gegen Mittelabflüsse

Die drastische Preissenkung ist keine Wohltätigkeitsaktion, sondern eine direkte Reaktion auf den intensiven Verdrängungswettbewerb unter den ETF-Anbietern. Laut Daten von TrackInsight, musste der Invesco-ETF in den vergangenen zwölf Monaten Mittelabflüsse von rund 500 Millionen Euro verkraften. Anleger wanderten massenhaft zu günstigeren Alternativen ab, allen voran den Produkten von Xtrackers (DWS) und UBS, die ihre Gebühren bereits im Vorjahr gesenkt hatten.

Laut Matthew Tagliani (Head of EMEA ETF Product bei Invesco) ist die jüngste Gebührenanpassung des MSCI World ETF im Einklang mit den bestehenden MSCI USA-, S&P 500- und EURO STOXX 50 UCITS ETFs von Invesco. Diese vier Produkte vereinen aktuell zusammen mehr als 64 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen.

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Das synthetische Steuer-Argument

Warum kann Invesco sich eine TER von 0,05 % leisten, wo physische Konkurrenten oft deutlich höher liegen? Der Schlüssel liegt in der Replikationsmethode. Der ETF bildet den Index synthetisch über Swaps ab. Dies ermöglicht einen effizienteren Umgang mit der Quellensteuer auf Dividenden in bestimmten Märkten, was dem Fonds einen strukturellen Vorteil gegenüber physisch replizierenden Fonds einbringt.

Chris Mellor (Head of EMEA ETF Equity Product Strategy bei Invesco) ergänzt, dass das swap-basierte Replikationsmodell des Invesco MSCI World UCITS ETF dem des 49 Milliarden US-Dollar schweren S&P 500 UCITS ETF entspricht. Bereits seit 2018 profitiert dieses Modell in bestimmten Märkten von einer reduzierten Quellensteuer auf Dividenden.

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Was bedeutet das für Anleger?

Für Buy-and-Hold-Investoren ist diese Entwicklung ein klarer Gewinn. Bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro über 30 Jahre (bei angenommenen 7% Rendite p.a.) macht der Unterschied zwischen 0,20% und 0,05% TER am Ende mehrere tausend Euro aus.

  • Vorteil: Invesco hat momentan die Kostenführerschaft im MSCI-World-Segment.
  • Risiko: Synthetische Replikation (Gegenpartei-Risiko, wenngleich durch UCITS-Regularien auf 10 % des Fondsvermögens beschränkt).

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Fazit

Wer keine Berührungsängste mit Swap-basierten Fonds hat, erhält hier aktuell das kostentechnisch beste ETF-Produkt für den Weltmarkt.

Der Ball liegt nun bei iShares (BlackRock). Ob der Branchenprimus mit seinem iShares Core MSCI World ETF (ISIN: IE00B4L5Y983) nachziehen kann oder will, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass der Druck im Segment der Standard-Indizes enorm hoch ist.

Fabian Taterka

fabian taterkaFabian ist der Gründer von ETF.at. Seit 2019 bietet ETF.at kostenlose Informationen und Tools zum Thema "ETFs & Geldanlagen". Fabian hat über 20 Jahre Börsenerfahrung. Er setzt auf ETFs, um kostengünstig vorzusorgen und langfristig Vermögen aufzubauen.


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