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Banken-ETFs: Welcher ist der beste? Vergleich 06/2026

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 03.06.2026

Warum in Banken-ETFs investieren?

Ob Gehaltskonto, Kreditkarte, Wohnbaufinanzierung oder Unternehmenskredit, Banken sind tief im wirtschaftlichen Alltag verankert. Sie ermöglichen Zahlungsverkehr, vergeben Kredite, verwalten Vermögen und begleiten Unternehmen bei Finanzierung und Kapitalmarkttransaktionen. Für Anleger kann der Bankensektor deshalb interessant sein, weil er direkt mit Konjunktur, Kreditnachfrage und dem Zinsumfeld verbunden ist.

Besonders prägend sind aktuell Themen wie Digitalisierung, Kostendisziplin, strengere Regulierung, Konsolidierung im europäischen Bankensektor und die Frage, wie Institute mit veränderten Kapitalanforderungen umgehen. Banken-ETFs können Anlegern einen gebündelten Zugang zu börsennotierten Banken bieten, ohne einzelne Bankaktien auswählen zu müssen.

Dieser Ratgeber bietet einen Überblick der besten Banken-ETFs sortiert nach Performance, Kosten und Fondsvolumen. Zusätzlich erhalten interessierte Anleger Informationen zu Entwicklungen und Trends, sowie möglichen Chancen und Risiken. Einsteiger soll unsere einfache Kurzanleitung beim Investment in Banken-ETFs unterstützen.

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Foto von POURIA 🦋 auf Unsplash

Wie in Banken-ETFs investieren?

Banken-ETFs ermöglichen einen einfachen, regelbasierten Zugang zu einem ganzen Korb von Bankaktien. Statt einzelne Institute zu analysieren, investieren Anleger über einen Fonds in verschiedene Unternehmen der Branche. Wichtig sind dabei vor allem Kosten, Indexmethodik, Fondsgröße, Replikationsart und die Gesamtkostenquote (TER).

Ein bekannter Ansatz für Investments in Banken ist die Abbildung von Indizes, die börsennotierte Banken aus einer bestimmten Region oder aus entwickelten Märkten bündeln. Die jeweilige Benchmark legt fest, welche Unternehmen enthalten sind, wie stark einzelne Titel gewichtet werden und ob der ETF eher regional konzentriert oder international ausgerichtet ist.

In 5 einfachen Schritten zum Banken-ETF:

  1. ETF finden: Passenden Banken-ETF auswählen (Kosten, AUM und Factsheet beachten).
  2. Depot eröffnen: Geeigneten Online-Broker für Banken-ETF finden und Depot eröffnen.
  3. Depotanteil bestimmen: Anteil von Banken-ETF am Depotvolumen festlegen.
  4. Order aufgeben: Einmalig oder per ETF-Sparplan in den Banken-ETF investieren.
  5. Beobachten: Performance und Marktentwicklungen von Banken-ETF verfolgen.

Tipp: Jetzt den passenden Anbieter in unserem Vergleich ETF Broker für Österreich finden, um in Banken-ETFs zu investieren.

Der Bankensektor wird stark durch Konjunktur, Kreditqualität und Zinsen geprägt. Steigende oder länger erhöhte Leitzinsen können die Zinserträge vieler Institute stützen, während eine schwächere Wirtschaft die Nachfrage nach Krediten und die Qualität bestehender Kreditportfolios belasten kann. Für Anleger ist deshalb entscheidend, ob höhere Erträge aus dem Kreditgeschäft die Risiken durch Kreditausfälle, Regulierung und steigende Refinanzierungskosten überwiegen.

Ein weiterer Trend ist die fortschreitende Digitalisierung. Banken investieren in mobile Anwendungen, digitale Beratung, automatisierte Prozesse und Cybersecurity. Gleichzeitig wächst der Wettbewerbsdruck durch Fintechs, Zahlungsdienstleister und große Technologieunternehmen. Für etablierte Banken kann das Effizienzgewinne ermöglichen, erhöht aber auch den Investitionsbedarf und den Druck auf traditionelle Geschäftsmodelle.

Zusätzlich bleibt die Regulierung ein zentrales Thema. Kapitalquoten, Stresstests, Geldwäscheprävention und strengere Aufsichtsvorgaben beeinflussen, wie profitabel Banken wachsen können. Für Banken-ETFs hängt die Wertentwicklung nicht nur von einzelnen Unternehmen ab, sondern auch vom Zusammenspiel aus Zinsumfeld, wirtschaftlicher Stabilität, Regulierung und Marktvertrauen.

Chancen & Risiken

Banken-ETFs können Anlegern einen unkomplizierten Zugang zu einer zyklischen, wirtschaftsnahen Branche bieten. Gleichzeitig sollten Chancen und Risiken sorgfältig abgewogen werden, da Bankaktien stark auf Marktstimmung, Konjunkturdaten und regulatorische Entwicklungen reagieren können.

Chancen:

  • Direkter Zugang zum Finanzsektor: Anleger investieren gebündelt in Banken, die eine zentrale Rolle in Kreditvergabe, Zahlungsverkehr und Kapitalmärkten einnehmen.
  • Potenzial durch Zinserträge: Ein günstiges Zinsumfeld kann die Margen im klassischen Kredit- und Einlagengeschäft unterstützen.
  • Breitere Streuung als Einzelaktien: Ein ETF verteilt das Risiko auf mehrere Banktitel und reduziert die Abhängigkeit von einer einzelnen Bank.
  • Ertragskomponente: Viele Banken schütten regelmäßig Dividenden aus, was für einkommensorientierte Anleger interessant sein kann.
  • Effizienz durch Digitalisierung: Automatisierung und digitale Prozesse können langfristig Kosten senken und die Profitabilität verbessern.

Risiken:

  • Konjunkturabhängigkeit: In wirtschaftlich schwächeren Phasen können Kreditausfälle steigen und Erträge unter Druck geraten.
  • Regulatorischer Druck: Höhere Kapitalanforderungen, strengere Aufsicht und Compliance-Kosten können die Rendite belasten.
  • Sektorale Konzentration: Banken-ETFs investieren gezielt in eine Branche und sind daher weniger ausgewogen als breit gestreute Welt-ETFs.
  • Vertrauensrisiken: Bankaktien können bei Marktstress, Liquiditätssorgen oder negativen Nachrichten besonders stark schwanken.
  • Technologischer Wettbewerb: Fintechs und digitale Zahlungsanbieter können klassische Ertragsquellen etablierter Banken angreifen.

Der beste Banken-ETF

Aktuell wird das Thema von 8 ETFs abgebildet. Wir haben in diesem Ratgeber die Top 3 in den Bereichen Performance, Kosten und Fondsvolumen verglichen.

Hinweis: Noch mehr ETFs findest du in unserer ETF Suche.

ETF NameISINTypFondsvermögenTER p.a.ErtragsverwendungFondswährungMeldefonds ATEmittent
Amundi EURO STOXX Banks UCITS ETF AccLU1829219390ETF5.057 Mio. €0,30 %ThesaurierendEURJaAmundi
Amundi STOXX Europe 600 Banks UCITS ETF AccLU1834983477ETF2.586 Mio. €0,30 %ThesaurierendEURJaAmundi
Amundi STOXX Europe 600 Banks UCITS ETF DistLU2082996112ETF102 Mio. €0,30 %AusschüttendEURJaAmundi
Invesco EURO STOXX Optimised Banks UCITS ETF AccIE00B3Q19T94ETF151 Mio. €0,30 %ThesaurierendEURJaInvesco
Invesco STOXX Europe 600 Optimised Banks UCITS ETF AccIE00B5MTWD60ETF548 Mio. €0,20 %ThesaurierendEURJaInvesco
iShares EURO STOXX Banks 30-15 UCITS ETF (DE) EUR (Dist)DE0006289309ETF2.385 Mio. €0,52 %AusschüttendEURJaiShares
iShares S&P U.S. Banks UCITS ETF USD (Acc)IE00BD3V0B10ETF771 Mio. €0,35 %ThesaurierendUSDJaiShares
iShares STOXX Europe 600 Banks UCITS ETF (DE)DE000A0F5UJ7ETF3.382 Mio. €0,46 %AusschüttendEURJaiShares
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

Performance

In 2025 hat der iShares EURO STOXX Banks 30-15 UCITS ETF (DE) EUR (Dist) (ISIN: DE0006289309) eine Rendite von +90,59 % erzielt.

ETF NameISIN2025202420232022
iShares EURO STOXX Banks 30-15 UCITS ETF (DE) EUR (Dist)DE0006289309+90,59 %+30,37 %+29,55 %+0,20 %
Amundi EURO STOXX Banks UCITS ETF AccLU1829219390+89,81 %+31,24 %+30,85 %+0,54 %
Invesco EURO STOXX Optimised Banks UCITS ETF AccIE00B3Q19T94+85,64 %+31,21 %+29,21 %+0,32 %
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

Kosten

Der Invesco STOXX Europe 600 Optimised Banks UCITS ETF Acc (ISIN: IE00B5MTWD60) hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,20 % pro Jahr.

Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

Fondsvolumen

Der Amundi EURO STOXX Banks UCITS ETF Acc (ISIN: LU1829219390) verwaltet ein Anlagevolumen (AUM) von 5.057 Mio. €.

ETF NameISINFondsvolumen
Amundi EURO STOXX Banks UCITS ETF AccLU18292193905.057 Mio. €
iShares STOXX Europe 600 Banks UCITS ETF (DE)DE000A0F5UJ73.382 Mio. €
Amundi STOXX Europe 600 Banks UCITS ETF AccLU18349834772.586 Mio. €
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

ETF-Sparplan: Banken-ETF

Wer günstig in einen Banken-ETF investieren möchte, sollte nicht zu einer Filialbank gehen. Diese Banken verlangen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind.

Mit einem ETF-Sparplan hast du die Möglichkeit, regelmäßig in einen Banken-ETF zu investieren. Einen ETF Sparplan kannst du bei einem Online Broker anlegen. Diese bieten deutlich bessere Konditionen im Vergleich zu einer Filialbank.

Die komplette Übersicht der Broker für einen Banken-ETF findest du in unserem Vergleich "ETF Sparplan für Österreich". Alternativ findest du die Top 3 ETF-Sparplan-Anbieter in der folgenden Tabelle:

TOP 3: ETF Sparplan Österreich
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Zum Vergleich 
Hinweis: Investieren birgt Verlustrisiken. (Testkriterien)

Fazit

Für Anleger, die gezielt am Finanzsektor partizipieren möchten, kann ein Investment in Banken eine interessante Beimischung sein. Die Branche profitiert von ihrer zentralen Rolle in der Wirtschaft, bleibt aber sensibel gegenüber Konjunktur, Regulierung und Marktvertrauen. Bei der Auswahl zählen vor allem Kostenstruktur, Fondsvolumen, Indexzusammensetzung und Replikationsmethode.

Der Zugang über Banken-ETFs ist vergleichsweise einfach, weil Anleger nicht jede einzelne Bank bewerten müssen. Banken-ETFs eignen sich in der Regel eher als thematische Beimischung zu einem breit aufgestellten Depot. Kurzfristige Kursschwankungen sind möglich, insbesondere bei Veränderungen im Zinsumfeld, wirtschaftlicher Unsicherheit oder Vertrauensverlusten im Finanzsystem (keine Anlageberatung).

Tipp: Mit unserem ETF Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie sich dein Vermögen mit einem Banken-ETF über die Zeit entwickelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Banken-ETF breit genug diversifiziert?

Durch Diversifikation soll das unsystematische Risiko des Portfolios verringert werden. Das unsystematische Risiko beschreibt das Risiko das ein Anleger eingeht, wenn er sein gesamtes Geld in nur ein Anlageobjekt wie beispielsweise einen nicht marktbreiten ETF investiert.

Ein Banken-ETF ist nicht so breit gestreut wie z.B. ein ETF auf den FTSE All-World. Mit so einem marktbreiten Basis-Investment profitieren Sparer von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und reduzieren gleichzeitig das Anlagerisiko.

Wer stärker in einzelne Themen investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All-World (Keine Anlageberatung).

Fabian Taterka

fabian taterkaFabian ist der Gründer von ETF.at. Seit 2019 bietet ETF.at kostenlose Informationen und Tools zum Thema "ETFs & Geldanlagen". Fabian hat über 20 Jahre Börsenerfahrung. Er setzt auf ETFs, um kostengünstig vorzusorgen und langfristig Vermögen aufzubauen.









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Risikohinweis: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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