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Biotech-ETFs: Welcher ist der beste? 🏔️ ETF.at

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 09.01.2026

Einführung

Für viele Experten ist Biotechnologie nicht die Zukunft der Medizin, sondern das Thema ist heute schon mitten in unserem Alltag angekommen. Ob neue Krebsmedikamente, mRNA-Impfstoffe oder gentechnisch optimierte Enzyme für die Lebensmittelproduktion. Biotech-Innovationen verändern unsere Welt schneller, als wir es manchmal merken.

Auch in Österreich nimmt das Thema Fahrt auf. Unternehmen wie die Marinomed Biotech AG zeigen, dass nicht nur die USA oder die Schweiz spannende Biotech-Unternehmen hervorbringen. Trotzdem ist die Branche für Privatanleger oft schwer zugänglich. Das Investieren in Einzelaktien ist hochspekulativ. Wenn klinische Studien scheitern oder erfolgreich sind, kann die Nachrichtenlage den Kurs über Nacht stark bewegen.

Genau hier kommen Biotech-ETFs ins Spiel. Sie bündeln Aktien aus der Biotechnologiebranche. Das geht von großen Pharma-Partnern bis hin zu kleinen innovativen Forschungslabors. Für Anleger bedeutet das weniger Klumpenrisiko und die Chance, an medizinischen Durchbrüchen teilzuhaben, ohne das gesamte Kapital auf ein einziges Unternehmen zu setzen.

In diesem Ratgeber schauen wir uns an, was Biotechnologie überhaupt ist, welche Chancen und Risiken Biotech-ETFs mit sich bringen und welche Trends Anleger im Blick behalten sollten.

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Foto von Sangharsh Lohakare auf Unsplash

Was ist Biotechnologie?

Biotechnologie (kurz Biotech) bezeichnet den Einsatz von biologischen Prozessen, Organismen oder Systemen, um Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln, die unser Leben verbessern oder verlängern können. Das kann alles sein. Von der Entwicklung neuer Medikamente über die Züchtung gentechnisch veränderter Pflanzen.

In der medizinischen Biotechnologie geht es oft um die Erforschung und Produktion von Therapeutika, Impfstoffen oder Diagnostika. Beispiele sind mRNA-Technologien wie sie BioNTech für seinen Covid-Impfstoff verwendet hat. Hier entstehen Innovationen, die Krankheiten behandeln oder sogar heilen könnten, die bislang als unheilbar galten.

In Österreich ist die Biotech-Landschaft klein. Viele der Unternehmen arbeiten eng mit internationalen Partnern zusammen, weil die Forschungskosten enorm sind. Investoren sollten aus diesem Grund zwei Dinge besonders beachten:

  • Entwicklungszyklen: Von der Entdeckung eines Wirkstoffs bis zur Marktzulassung können 10 - 15 Jahre vergehen
  • Regulatorik: Jede Zulassung erfordert umfangreiche klinische Studien und strenge Prüfung durch Behörden wie die EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur)

Ein ETF investiert nicht nur in ein Unternehmen, das vielleicht scheitert, sondern in viele. Dadurch wird das Risiko gesenkt, und trotzdem profitiert man von Erfolgen einzelner Biotech-Unternehmen im Portfolio.

Chancen & Risiken

Biotech ist eine der spannendsten, aber auch eine der volatilsten Branchen an der Börse. Die Möglichkeit, in medizinische Durchbrüche zu investieren, interessiert viele Anleger. Doch neben den Chancen gibt es auch Risiken, die man vor einer Investition kennen sollte:

Chancen:

  • Megatrend Gesundheit: Der Demografische Wandel und die steigende Lebenserwartung treiben die Nachfrage nach innovativen Therapien
  • Starke Dynamik: Die globalen Ausgaben für Biotech wachsen laut Daten von Statista bis 2028 auf 892 Mrd. US-Dollar
  • Krisenresistenz: Medizinische Grundversorgung bleibt auch in wirtschaftlich schwachen Zeiten gefragt
  • Innovationen: mRNA, Gen-Editing (CRISPR), personalisierte Medizin und Immuntherapien können die Welt verändern

Risiken:

  • Volatilität: Einzelne Studienergebnisse können Aktienkurse in kurzer Zeit sehr stark bewegen
  • Regulatorik: Verzögerungen oder Ablehnungen bei der Zulassung können Projekte komplett stoppen
  • Kapitalintensive Forschung: Viele Unternehmen sind auf ständige Finanzierung angewiesen, was bei Zinsanstiegen teurer wird
  • Technologisches Risiko: Neue Verfahren können bestehende Therapien ersetzen und Geschäftsmodelle vom Markt verdrängen

Das Interesse an Biotech-ETFs ist vor allem seit der COVID-19-Pandemie förmlich explodiert. Der Erfolg von mRNA-Impfstoffen hat Anlegern vor Augen geführt, wie schnell und wirksam moderne Biotechnologie wirken kann und wie lukrativ sie für Investoren sein könnte.

Laut Daten von Data Bridge Market Research soll der Markt für Biotechnologie im Prognosezeitraum von 2025 bis 2032 eine durchschnittliche Wachstumsrate (CAGR) von 29 % haben. Der Haupttreiber für das Wachstum auf 13 Billionen US-Dollar bis 2032, sollen hauptsächlich Fortschritte in der Biotech-Forschung sein.

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Quelle: Data Bridge (Stand: 13.08.2025)

Aktuell sind folgende Trends angesagt auf dem Markt für Biotechnologie. Unternehmen die hier einen Durchbruch erzielen, helfen nicht nur ein Problem zu lösen, sondern ermöglichen Anlegern auch an diesem Erfolg teilzuhaben:

  • Personalisierte Medizin: Das sind Therapien, die auf das individuelle genetische Profil eines Patienten zugeschnitten sind
  • Immuntherapien: Nutzung des eigenen Immunsystems um zum Beispiel Krebs und Infektionen zu bekämpfen
  • Landwirtschaft: Gentechnisch optimierte Pflanzen sollen für höhere Erträge und Klimafestigkeit sorgen
  • KI in der Forschung: Beschleunigung der Wirkstoffsuche durch maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz

Der beste Biotech-ETF

Aktuell wird das Thema von 5 ETFs abgebildet. Wir haben in diesem Ratgeber die Top 3 in den Bereichen Performance, Kosten und Fondsvolumen verglichen. Mehr ETFs findest du in unserer ETF Suche.

Performance

In 2025 hat der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF (ISIN: IE00BYXG2H39) eine Rendite von +17,51 % erzielt.

ETF-NameISIN20252024202320222021
Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETFIE00BQ70R696+17,51 %+5,34 %+0,54 %-4,94 %+7,96 %
iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETFIE00BYXG2H39+17,44 %+5,43 %+0,53 %-5,02 %+7,94 %
iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF USD (Dist)IE00BDZVHG35+17,31 %+5,34 %+0,76 %-5,13 %+8,09 %
Quelle: ETF Anbieter (09.01.2026)

Kosten

Der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF (ISIN: IE00BYXG2H39) hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,35 % pro Jahr.

ETF-NameISINGesamtkostenquote (TER)
iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETFIE00BYXG2H390,35 %
iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF USD (Dist)IE00BDZVHG350,35 %
Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETFIE00BQ70R6960,40 %
Quelle: ETF Anbieter (09.01.2026)

Fondsvolumen

Der iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF (ISIN: IE00BYXG2H39) verwaltet ein Anlagevolumen (AUM) von über 750 Millionen Euro.

ETF-NameISINFondsvolumen
iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETFIE00BYXG2H39750 Mio. €
Invesco Nasdaq Biotech UCITS ETIE00BQ70R696365 Mio. €
iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF USD (Dist)IE00BDZVHG3546 Mio. €
Quelle: ETF Anbieter (09.01.2026)

ETF-Sparplan: Biotech-ETF

Wer günstig in einen Biotech-ETF investieren möchte, sollte nicht zu einer Filialbank gehen. Diese Banken verlangen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind.

Mit einem ETF-Sparplan hast du die Möglichkeit, regelmäßig in einen Biotech-ETF zu investieren. Einen ETF Sparplan kannst du bei einem Online Broker anlegen. Diese bieten deutlich bessere Konditionen im Vergleich zu einer Filialbank.

Die komplette Übersicht der Broker für einen Biotech-ETF findest du in unserem Vergleich "ETF Sparplan für Österreich". Alternativ findest du die Top 3 ETF-Sparplan-Anbieter in der folgenden Tabelle:

TOP 3: ETF Sparplan Österreich
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Zum Vergleich 
Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen Verlustrisiken. (Testkriterien)

Fazit

Biotech-ETFs sind eine spannende Möglichkeit, an medizinischen Innovationen teilzuhaben, ohne sich auf einzelne riskante Aktien festzulegen. Sie bieten Zugang zu einer Branche, die langfristig stark wachsen könnte, aber kurzfristig deutliche Kursschwankungen mit sich bringt.

Wenn du in Biotech-ETFs investierst, dann am besten als Beimischung in einem breiten ETF-Portfolio. So profitierst du von möglichen Durchbrüchen und ein Fehlschlag wirft dich nicht gleich aus der Bahn.

Wer in Biotech investiert, sollte bereit sein, einen längeren Atem zu haben und kurzfristige Rücksetzer auszuhalten. Vor dem Investieren unbedingt das Anlagevolumen, die Kosten und das Factsheet studieren (keine Anlageberatung).

Tipp: Mit unserem ETF Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie sich dein Vermögen mit einem Biotech-ETF über die Zeit entwickelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Investment in einen Biotech-ETF ausreichend diversifziert (breit gestreut)?

Durch Diversifikation soll das unsystematische Risiko des Portfolios verringert werden. Das unsystematische Risiko beschreibt das Risiko das ein Anleger eingeht, wenn er sein gesamtes Geld in nur ein Anlageobjekt wie beispielsweise einen nicht marktbreiten ETF investiert.

Ein Biotech-ETF legt nur in sehr wenige Unternehmen an und ist damit nicht so breit gestreut wie z.B. ein ETF auf den FTSE All-World. Mit so einem marktbreiten Basis-Investment profitieren Sparer von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und reduzieren gleichzeitig das Anlagerisiko.

Wer stärker in einzelne Themen investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All-World (Keine Anlageberatung).






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Risikohinweis: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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