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Digitalisierungs-ETFs: Welcher ist der beste? 🏔️ ETF.at

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 27.08.2025

Einführung

Die Digitalisierung hat in den letzten Jahren eine Geschwindigkeit aufgenommen, die kaum jemand vorhersehen konnte. Sie beginnt beim bargeldlosen Bezahlen im Supermarkt und geht hin zu Videokonferenzen mit Menschen am anderen Ende der Welt. Digitale Innovationen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Für Anleger entsteht dadurch eine spannende Möglichkeit. Mit Digitalisierungs-ETFs lässt sich in Unternehmen investieren, die diesen Wandel aktiv gestalten. Anstatt auf eine einzelne Aktie zu setzen, streut man sein Geld über viele Unternehmen, die von der digitalen Transformation profitieren.

Die Besonderheit liegt darin, dass Digitalisierungs-ETFs themenorientiert sind. Das heißt, sie konzentrieren sich nicht auf eine bestimmte Region wie Europa oder die USA, sondern folgen einem globalen Trend. Anleger bekommen damit Zugang zu einer breiten Palette an Unternehmen, die digitale Geschäftsmodelle skalieren und neue Märkte erschließen.

In diesem Ratgeber schauen wir uns an, was mit dem Begriff "Digitalisierung" gemeint ist, welche Chancen und Risiken Digitalisierungs-ETFs haben und welche Trends wichtig werden könnten.

bild
Foto von geralt auf Pixabay

Was ist Digitalisierung?

Digitalisierung bedeutet nicht einfach nur, Papier durch Computer zu ersetzen. Sie beschreibt einen tiefgreifenden Prozess, bei dem Geschäftsmodelle, Produktionsprozesse und Kommunikation auf digitale Technologien umgestellt werden.

Konkret reicht das von E-Commerce und Online-Banking über Industrie 4.0 bis hin zu künstlicher Intelligenz und Automatisierung. In der Medizin etwa ermöglichen digitale Diagnosesysteme präzisere Behandlungen. In der Industrie steuern intelligente Roboter Fertigungsprozesse. Und im Alltag nutzen wir Cloud-Dienste, Streaming oder digitale Zahlungsmethoden fast schon selbstverständlich.

Für Unternehmen bedeutet Digitalisierung mehr Effizienz, geringere Kosten und neue Geschäftsmodelle. Für Anleger bedeutet es vor allem eines: Wachstumschancen in einem globalen Megatrend, der noch lange nicht am Ende ist.

Mit einem Digitalisierungs-ETF können Anleger in Unternehmen investieren, die maßgeblich zur digitalen Transformation beitragen. Das können große Tech-Giganten wie Microsoft, Alphabet oder Amazon sein, aber auch spezialisierte Nischenplayer aus den Bereichen Blockchain oder Quantencomputer.

Chancen & Risiken

Investments in Digitalisierungs-ETFs bieten enorme Möglichkeiten, aber sie sind nicht frei von Risiken. Neue Technologien können sich durchsetzen oder scheitern. Die Volatilität von diesen ETFs ist oft höher als bei breiten Indexfonds. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf die Chancen und Risiken zu werden.

Chancen:

  • Megatrend: Zugang zu einem langfristigen Thema, der nahezu alle Branchen betrifft
  • Diversifikation: Streuung über viele Regionen, Unternehmen und Technologien möglich
  • Einfachheit: Liquidität und einfache Handelbarkeit von Digitalisierungs-ETFs der Börse

Risiken:

  • Volatilität: Tech-Aktien können stark auf externe Rahmenbedingungen (z.B. Gesetzesänderungen) reagieren
  • Überbewertungen: Trendsektoren können einem Hype unterliegen, der die Bewertungen stark steigen lässt
  • Konzentrationsrisiko: Digitalisierungs-ETF können stark von wenigen großen Tech-Konzernen geprägt sein

Der globale Digitalisierungsmarkt wächst rasant. Laut Statista wird das weltweite Marktvolumen für digitale Transformation bis 2027 auf über 3,5 Billionen US-Dollar geschätzt. Damit wird deutlich, dass Digitalisierung kein kurzfristiger Hype ist, sondern eine langfristige Bewegung, die Wirtschaft und Gesellschaft tiefgreifend verändert.

Ein klarer Trend ist die Künstliche Intelligenz (KI). Unternehmen investieren Milliarden in KI-gestützte Software, Sprachmodelle und Automatisierungslösungen. Auch Cloud-Computing boomt, weil Unternehmen ihre IT-Infrastruktur zunehmend auslagern, um Kosten zu sparen und flexibler zu sein.

Besonders spannend ist zudem der Bereich Cybersecurity. Mit wachsender Digitalisierung steigt auch die Gefahr von Hackerangriffen. Daher gehört Sicherheit zu den wichtigsten Investitionsfeldern. Dieser Bereich ist in vielen Digitalisierungs-ETFs stark vertreten.

Regional betrachtet dominieren die USA mit ihren großen Tech-Giganten, doch auch Europa und Asien holen auf. China investiert massiv in KI und Robotik, während Europa sich stärker auf Datenschutz, Automatisierung und digitale Infrastruktur konzentriert.

Für Anleger bedeutet das, dass Digitalisierungs-ETFs die zukunftsträchtigsten Trends in einem Investment vereinen.

Der beste Digitalisierungs-ETF

Aktuell wird das Thema von 8 ETFs abgebildet. Wir haben in diesem Ratgeber die Top 3 in den Bereichen Performance, Kosten und Fondsvolumen verglichen. Mehr ETFs findest du in unserer ETF Suche.

Performance

In 2024 hat der Xtrackers MSCI Next Generation Internet Innovation UCITS ETF 1C 1C (ISIN: IE000XOQ9TK4) eine Rendite von 43,68 % erzielt.

ETF-NameISIN2024202320222021
Xtrackers MSCI Next Generation Internet Innovation UCITS ETF 1C 1CIE000XOQ9TK4+43,68 %+50,06 %
iShares Digital Entertainment and Education UCITS ETF USD (Acc)IE00023EZQ82+37,07 %+44,92 %
Amundi MSCI Digital Economy UCITS ETF AccLU2023678878+33,01 %+30,81 %-34,50 %+11,79 %
Quelle: ETF Anbieter (26.08.2025)

Kosten

Der Xtrackers MSCI Next Generation Internet Innovation UCITS ETF 1C 1C (ISIN: IE000XOQ9TK4) hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,30 % pro Jahr.

ETF-NameISINGesamtkostenquote (TER)
Xtrackers MSCI Next Generation Internet Innovation UCITS ETF 1C 1CIE000XOQ9TK40,30 %
iShares Digitalisation UCITS ETFIE00BYZK48830,40 %
iShares Digital Entertainment and Education UCITS ETF USD (Acc)IE00023EZQ820,40 %
Quelle: ETF Anbieter (26.08.2025)

Fondsvolumen

Der iShares Digitalisation UCITS ETF (ISIN: IE00BYZK4883) verwaltet ein Anlagevolumen (AUM) von über 800 Millionen Euro.

ETF-NameISINFondsvolumen
iShares Digitalisation UCITS ETFIE00BYZK4883849 Mio. €
Amundi MSCI Digital Economy UCITS ETF AccLU2023678878134 Mio. €
iShares Digital Entertainment and Education UCITS ETF USD (Acc)IE00023EZQ8260 Mio. €
Quelle: ETF Anbieter (26.08.2025)

ETF-Sparplan: Digitalisierungs-ETF

Wer günstig in einen Digitalisierungs-ETF investieren möchte, sollte nicht zu einer Filialbank gehen. Diese Banken verlangen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind.

Mit einem ETF-Sparplan hast du die Möglichkeit, regelmäßig in einen Digitalisierungs-ETF zu investieren. Einen ETF Sparplan kannst du bei einem Online Broker anlegen. Diese bieten deutlich bessere Konditionen im Vergleich zu einer Filialbank.

Die komplette Übersicht der Broker für einen Digitalisierungs-ETF findest du in unserem Vergleich "ETF Sparplan für Österreich". Alternativ findest du die Top 3 ETF-Sparplan-Anbieter in der folgenden Tabelle:

TOP 3: ETF Sparplan Österreich
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flatex.at logo Zum Anbieter *
Zum Vergleich 
Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen Verlustrisiken. (Testkriterien)

Fazit

Digitalisierungs-ETFs sind ein ideales Vehikel für alle, die von einem der größten Megatrends unserer Zeit profitieren möchten, ohne sich auf Einzelaktien festzulegen. Sie bieten Zugang zu Unternehmen, die unsere Zukunft prägen. Die Spannbreite geht von Cloud-Computing über künstliche Intelligenz bis hin zu Cybersecurity.

Natürlich sind die Risiken nicht zu unterschätzen. Tech-Sektoren können sehr volatil sein, Überbewertungen sind immer möglich und in vielen ETFs dominieren die großen Tech-Unternehmen.

Anleger die diese Themen im Blick haben und ein Stück Zukunft im Portfolio haben möchten, finden in Digitalisierungs-ETFs eine spannende Ergänzung (keine Anlageberatung).

Tipp: Mit unserem ETF Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie sich dein Vermögen mit einem Digitalisierungs-ETF über die Zeit entwickelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Investment in einen Digitalisierungs-ETF ausreichend diversifziert (breit gestreut)?

Durch Diversifikation soll das unsystematische Risiko des Portfolios verringert werden. Das unsystematische Risiko beschreibt das Risiko das ein Anleger eingeht, wenn er sein gesamtes Geld in nur ein Anlageobjekt wie beispielsweise einen nicht marktbreiten ETF investiert.

Ein Digitalisierungs-ETF legt nur in sehr wenige Unternehmen an und ist damit nicht so breit gestreut wie z.B. ein ETF auf den FTSE All-World. Mit so einem marktbreiten Basis-Investment profitieren Sparer von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und reduzieren gleichzeitig das Anlagerisiko.

Wer stärker in einzelne Themen investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All-World (Keine Anlageberatung).






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Risikohinweis: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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