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Elektromobilität-ETFs: Welcher ist der beste? Vergleich 06/2026

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 03.06.2026

Warum in Elektromobilität-ETFs investieren?

Autos werden leiser, Ladepunkte sichtbarer und Batterietechnologien effizienter. Der Wandel im Verkehr ist im Alltag längst angekommen. Elektromobilität verbindet Automobilindustrie, Halbleiter, Batteriezellen, Ladeinfrastruktur, Software und Energieversorgung. Für Anleger ist das Thema deshalb interessant, weil es nicht nur einzelne Fahrzeughersteller betrifft, sondern eine ganze Wertschöpfungskette.

Besonders spannend ist, dass der Markt zugleich von Regulierung, technologischer Innovation und veränderten Konsumgewohnheiten geprägt wird. Elektromobilität-ETFs ermöglichen einen gebündelten Zugang zu Unternehmen, die an dieser Transformation beteiligt sind, ohne dass Anleger einzelne Aktien auswählen müssen.

Dieser Ratgeber bietet einen Überblick der besten Elektromobilität-ETFs sortiert nach Performance, Kosten und Fondsvolumen. Zusätzlich erhalten interessierte Anleger Informationen zu Entwicklungen und Trends, sowie möglichen Chancen und Risiken. Einsteiger soll unsere einfache Kurzanleitung beim Investment in Elektromobilität-ETFs unterstützen.

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Foto von CHUTTERSNAP auf Unsplash

Wie in Elektromobilität-ETFs investieren?

Mit Elektromobilität-ETFs können Anleger regelbasiert in mehrere Unternehmen aus dem Themenfeld investieren. Der Vorteil liegt vor allem in der breiteren Streuung gegenüber Einzelaktien, dem geringeren Zeitaufwand und der transparenten Auswahl über einen Index. Wichtig bleiben dennoch die Gesamtkostenquote (TER), die Indexmethodik und die Zusammensetzung des Fonds.

Ein häufig genutzter Index für Investments in Elektromobilität ist der Solactive Electric Vehicles and Future Mobility Index. Er bildet Unternehmen ab, die in Bereichen wie Elektrofahrzeuge, Batterietechnologie, autonomes Fahren, Mobilitätslösungen und Zulieferkomponenten aktiv sind. Als Benchmark dient er Fondsanbietern dazu, ein regelbasiertes Themenportfolio abzubilden.

In 5 einfachen Schritten zum Elektromobilität-ETF:

  1. ETF finden: Passenden Elektromobilität-ETF auswählen (Kosten, AUM und Factsheet beachten).
  2. Depot eröffnen: Geeigneten Online-Broker für Elektromobilität-ETF finden und Depot eröffnen.
  3. Depotanteil bestimmen: Anteil von Elektromobilität-ETF am Depotvolumen festlegen.
  4. Order aufgeben: Einmalig oder per ETF-Sparplan in den Elektromobilität-ETF investieren.
  5. Beobachten: Performance und Marktentwicklungen von Elektromobilität-ETF verfolgen.

Tipp: Jetzt den passenden Anbieter in unserem Vergleich ETF Broker für Österreich finden, um in Elektromobilität-ETFs zu investieren.

Die Elektromobilität hat sich in den vergangenen Jahren von einem Nischenthema zu einem strukturellen Wachstumstrend entwickelt. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur erreichten die globalen Verkäufe von Elektroautos zuletzt ein deutlich höheres Niveau als noch zu Beginn des Jahrzehnts, wobei China, Europa und die USA zentrale Absatzmärkte bleiben.

Die Nachfrage wird nicht nur von Klimazielen, sondern auch von sinkenden Batteriekosten, besserer Modellverfügbarkeit und wachsender Ladeinfrastruktur getragen. Der Trend bleibt langfristig interessant, kann kurzfristig aber stark schwanken. Gründe dafür sind Preisdruck bei Fahrzeugen, politische Förderprogramme, Handelskonflikte, Lieferketten und die Geschwindigkeit beim Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Elektromobilität ist kein einzelner Markt, sondern ein Zusammenspiel aus Mobilität, Energie, Software und Industrieproduktion. Genau diese Breite kann Chancen eröffnen, erhöht aber auch die Abhängigkeit von Konjunktur, Regulierung und Technologiezyklen.

Chancen & Risiken

Elektromobilität-ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit, an einem langfristigen Strukturwandel im Verkehrssektor teilzunehmen. Gleichzeitig sollten die spezifischen Chancen und Risiken eines thematischen Investments bewusst abgewogen werden.

Chancen:

  • Strukturelles Wachstum: Der Wandel vom Verbrennungsmotor hin zu elektrischen Antrieben kann über viele Jahre Investitionen in Fahrzeuge, Batterien und Ladeinfrastruktur unterstützen.
  • Breite Wertschöpfungskette: Anleger investieren nicht nur in Autohersteller, sondern je nach ETF auch in Zulieferer, Batterieproduzenten, Halbleiterunternehmen und Mobilitätsdienstleister.
  • Politische Unterstützung: Emissionsziele, Flottenvorgaben und Infrastrukturprogramme können die Nachfrage nach elektrischen Fahrzeugen und Ladetechnik begünstigen.
  • Technologischer Fortschritt: Verbesserungen bei Batteriereichweite, Ladegeschwindigkeit und Produktionskosten können die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen erhöhen.

Risiken:

  • Hohe Schwankungen: Themen-ETFs können stärker schwanken als breit gestreute Weltportfolios, da sie auf einen bestimmten Zukunftsmarkt fokussiert sind.
  • Bewertungsrisiken: Viele Unternehmen aus Wachstumsbranchen werden zeitweise mit hohen Erwartungen bewertet, was Rückschläge verstärken kann.
  • Regulatorische Abhängigkeit: Änderungen bei Förderungen, Importzöllen oder Emissionsvorgaben können einzelne Regionen und Unternehmen deutlich beeinflussen.
  • Technologischer Wettbewerb: Neue Batterietypen, alternative Antriebe oder Produktionsverfahren können Gewinner und Verlierer innerhalb der Branche schnell verschieben.
  • Lieferketten und Rohstoffe: Engpässe bei Batteriematerialien, Komponenten oder Energiepreisen können Margen belasten.

Der beste Elektromobilität-ETF

Aktuell wird das Thema von 4 ETFs abgebildet. Wir haben in diesem Ratgeber die Top 3 in den Bereichen Performance, Kosten und Fondsvolumen verglichen.

Hinweis: Noch mehr ETFs findest du in unserer ETF Suche.

ETF NameISINTypFondsvermögenTER p.a.ErtragsverwendungFondswährungMeldefonds ATEmittent
Global X Autonomous & Electric Vehicles UCITS ETFIE00BMH5YR69ETF10 Mio. €0,50 %ThesaurierendUSDJaGlobal X
Globel X China Electric Vehicle And Battery UCITS ETFIE00094FRAA6ETF0 Mio. €0,68 %ThesaurierendUSDJaGlobal X
iShares Electric Vehicles and Driving Technology UCITS ETF USD (Acc)IE00BGL86Z12ETF591 Mio. €0,40 %ThesaurierendUSDJaiShares
Xtrackers Future Mobility UCITS ETF 1CIE00BGV5VR99ETF188 Mio. €0,35 %ThesaurierendUSDJaXtrackers
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

Performance

In 2025 hat der Globel X China Electric Vehicle And Battery UCITS ETF (ISIN: IE00094FRAA6) eine Rendite von +29,05 % erzielt.

ETF NameISIN2025202420232022
Globel X China Electric Vehicle And Battery UCITS ETFIE00094FRAA6+29,05 %+7,02 %-34,81 %
Global X Autonomous & Electric Vehicles UCITS ETFIE00BMH5YR69+14,58 %+1,28 %+21,08 %-29,55 %
Xtrackers Future Mobility UCITS ETF 1CIE00BGV5VR99+13,95 %+21,69 %+45,22 %-25,35 %
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

Kosten

Der Xtrackers Future Mobility UCITS ETF 1C (ISIN: IE00BGV5VR99) hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,35 % pro Jahr.

Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

Fondsvolumen

Der iShares Electric Vehicles and Driving Technology UCITS ETF USD (Acc) (ISIN: IE00BGL86Z12) verwaltet ein Anlagevolumen (AUM) von 591 Mio. €.

Quelle: ETF Anbieter (Stand: 03.06.2026)

ETF-Sparplan: Elektromobilität-ETF

Wer günstig in einen Elektromobilität-ETF investieren möchte, sollte nicht zu einer Filialbank gehen. Diese Banken verlangen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind.

Mit einem ETF-Sparplan hast du die Möglichkeit, regelmäßig in einen Elektromobilität-ETF zu investieren. Einen ETF Sparplan kannst du bei einem Online Broker anlegen. Diese bieten deutlich bessere Konditionen im Vergleich zu einer Filialbank.

Die komplette Übersicht der Broker für einen Elektromobilität-ETF findest du in unserem Vergleich "ETF Sparplan für Österreich". Alternativ findest du die Top 3 ETF-Sparplan-Anbieter in der folgenden Tabelle:

TOP 3: ETF Sparplan Österreich
Trade Republic logo Zum Anbieter *
DADAT logo Zum Anbieter *
flatex Österreich logo Zum Anbieter *
Zum Vergleich 
Hinweis: Investieren birgt Verlustrisiken. (Testkriterien)

Fazit

Der Wandel zur elektrischen Mobilität eröffnet Anlegern Zugang zu einem dynamischen Zukunftsthema mit Bezügen zu Industrie, Technologie, Energie und Infrastruktur. Bei der Auswahl sollten Kosten, Fondsvolumen, Indexmethodik und die tatsächliche Zusammensetzung des Fonds besonders sorgfältig geprüft werden.

Über Elektromobilität-ETFs lässt sich das Thema einfach und ohne Einzeltitelauswahl abbilden. Besonders wichtig sind niedrige laufende Kosten, ein ausreichend großes Fondsvolumen und eine nachvollziehbare Strategie, damit das Investment langfristig gut zum Portfolio passt.

Ein Elektromobilität-ETF eignet sich aufgrund der thematischen Ausrichtung in der Regel eher als Beimischung zu einem breit aufgestellten Depot. Anleger sollten mögliche kurzfristige Kursschwankungen einplanen und ihre persönliche Risikotragfähigkeit berücksichtigen (keine Anlageberatung).

Tipp: Mit unserem ETF Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie sich dein Vermögen mit einem Elektromobilität-ETF über die Zeit entwickelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Elektromobilität-ETF breit genug diversifiziert?

Durch Diversifikation soll das unsystematische Risiko des Portfolios verringert werden. Das unsystematische Risiko beschreibt das Risiko das ein Anleger eingeht, wenn er sein gesamtes Geld in nur ein Anlageobjekt wie beispielsweise einen nicht marktbreiten ETF investiert.

Ein Elektromobilität-ETF ist nicht so breit gestreut wie z.B. ein ETF auf den FTSE All World. Mit so einem marktbreiten Basis-Investment profitieren Sparer von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und reduzieren gleichzeitig das Anlagerisiko.

Wer stärker in einzelne Themen investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All World (Keine Anlageberatung).

Fabian Taterka

fabian taterkaFabian ist der Gründer von ETF.at. Seit 2019 bietet ETF.at kostenlose Informationen und Tools zum Thema "ETFs & Geldanlagen". Fabian hat über 20 Jahre Börsenerfahrung. Er setzt auf ETFs, um kostengünstig vorzusorgen und langfristig Vermögen aufzubauen.









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Risikohinweis: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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