Erst seit kurzer Zeit sind Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz für eine breite Anzahl von Nutzern verfügbar. Doch schon jetzt zeichnet sich mit Quantencomputern (englisch: Quantum Computing) eine weitere Revolution ab. Diese neue Technologie wird die bisherigen Grundlagen der Digitalisierung vollständig verändern.
"Die Quantenwelt eröffnet uns eine völlig neue Dimension der Informationsverarbeitung."
Hartmut Neven (Leiter des Quantum Artificial Intelligence Lab bei Google)
Quantencomputer sind keine Spielerei, sondern ein "Gamechanger" im Bereich der Informationstechnologie. Diese neue Technik existiert nicht nur auf dem Papier. Sie hat bereits heute das Potential, ganze Industrien auf den Kopf zu stellen.
Tech-Giganten wie IBM und Google investieren Milliarden in die Erforschung von Quantencomputern. Diese Dynamik eröffnet Chancen für interessierte Anleger. Quantencomputer-ETFs bieten Zugang zu einem extrem spannenden Wachstumsmarkt.
In diesem Artikel haben wir nicht nur die Grundlagen zu Quantencomputern zusammengefasst, sondern auch fundierte Daten und Analysen, für Investoren die mit Weitblick investieren wollen.

Quantencomputer funktionieren komplett anders als aktuelle IT-Hardware. Klassische Computer rechnen mit den Zuständen 1 (AN) und 0 (AUS). Ein Quantencomputer nutzt Qubits. Diese Technik nutzt die Zustände AN und AUS gleichzeitig, auch wenn das unserem Alltagsverständnis widerspricht. Ein solches System, das sich durch die Überlagerung (Superposition) von zwei Zuständen auszeichnet, wird als Quantenbit (Qubit) bezeichnet.
Qubits ermöglichen unfassbar schnelle Berechnungen, die für normale Computer schlicht unmöglich sind. Stell dir vor, du willst alle Kombinationen eines 1000-stelligen Passworts durchprobieren. Ein klassischer Rechner braucht dafür Millionen Jahre. Ein Quantencomputer löst diese Aufgabe potenziell in wenigen Minuten.
Das klingt nach Sciene-Fiction, oder? Google hat bereits 2019 mit seinem Quantenprozessor "Sycamore" eine Berechnung durchgeführt, für die ein Supercomputer 10.000 Jahre gebraucht hätte. Laut einem Bericht in Nature hat Sycamore diese Aufgabe in nur 200 Sekunden gelöst.
Diese Technologie hat aber nicht nur Auswirkungen auf Cybersecurity und Big Data, sondern auch auf Logistik, Medizin und Materialforschung. Das bedeutet, dass Quantencomputing ganze Branchen verändern kann. Diese Innovation bietet natürlich auch Chancen für Investoren.
Wer heute in Quantencomputer-ETFs investiert, wettet auf die Zukunft. Das ist vergleichbar mit einem Investment in die Internet-Technologie Anfang der 2000er Jahre. Doch wo viel Potenzial liegt, gibt es auch Unsicherheiten.
Neue Technologien können sich durchsetzen oder scheitern. Die Volatilität von Quantencomputer-ETFs ist oft höher als bei breiten Indexfonds. Deshalb haben wir einige der Chancen und Risiken weiter ausgeführt:
Der Markt für Quantencomputer entwickelt sich unglaublich dynamisch. Einige Analysten sehen ein globales Potenzial im zweistelligen Milliardenbereich bis 2034. Dieses Wachstum wird angetrieben durch staatliche Förderungen, technologische Innovation und Nutzung in Schlüsselindustrien.
Laut einer Analyse von Precedence Research hat der globale Markt für Quantencomputer im Jahr 2025 ein Volumen von 1,44 Milliarden US-Dollar. Bis 2034 wird ein Volumen von rund 16,44 Milliarden US-Dollar erwartet. Laut den Experten verzeichnet der Markt im Prognosezeitraum 2025 bis 2034 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (Compound Annual Growth Rate, CAGR) von 30,88 % pro Jahr.

Aktuell wird das Thema von 1 ETF abgebildet. Wir haben in diesem Ratgeber die Bereiche Performance, Kosten und Fondsvolumen zusammengestellt. Mehr ETFs findest du in unserer ETF Suche.
In 2024 hat der VanEck Quantum Computing UCITS ETF (ISIN: IE0007Y8Y157) noch nicht existiert.
| ETF-Name | ISIN | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 |
|---|---|---|---|---|---|
| VanEck Quantum Computing UCITS ETF | IE0007Y8Y157 |
Der VanEck Quantum Computing UCITS ETF (ISIN: IE0007Y8Y157) hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,55 % pro Jahr.
| ETF-Name | ISIN | Gesamtkostenquote (TER) |
|---|---|---|
| VanEck Quantum Computing UCITS ETF | IE0007Y8Y157 | 0,55 % |
Der VanEck Quantum Computing UCITS ETF (ISIN: IE0007Y8Y157) verwaltet ein Anlagevolumen (AUM) von knapp 80 Millionen Euro.
| ETF-Name | ISIN | Fondsvolumen |
|---|---|---|
| VanEck Quantum Computing UCITS ETF | IE0007Y8Y157 | 79,64 Mio. € |
Wer günstig in einen Quantencomputer-ETF investieren möchte, sollte nicht zu einer Filialbank gehen. Diese Banken verlangen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind.
Mit einem ETF-Sparplan hast du die Möglichkeit, regelmäßig in einen Quantencomputer-ETF zu investieren. Einen ETF Sparplan kannst du bei einem Online Broker anlegen. Diese bieten deutlich bessere Konditionen im Vergleich zu einer Filialbank.
Die komplette Übersicht der Broker für einen Quantencomputer-ETF findest du in unserem Vergleich "ETF Sparplan für Österreich". Alternativ findest du die Top 3 ETF-Sparplan-Anbieter in der folgenden Tabelle:
| TOP 3: ETF Sparplan Österreich | |
|---|---|
| Zum Anbieter * | |
| Zum Anbieter * | |
| Zum Anbieter * | |
| Zum Vergleich Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen Verlustrisiken. (Testkriterien) |
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Quantum Computing sind ein spannendes Feld. Quantencomputer-ETFs bieten dir Zugang zu einer der vielversprechendsten Technologien des 21. Jahrhunderts.
Aber wer hier investiert, braucht Geduld und gute Nerven. Lass dich nicht vom Buzzword "Quantum" blenden. Lies dir die Fondsdokumente genau durch, vergleiche Gebühren und schau dir die Unternehmen genau an, in die der ETF investiert.
Quantencomputer-ETFs können eine spannende Ergänzung in deinem Depot sein. Wer gezielt auf diese Zukunftstechnologie setzen will, sollte das aber nur als Beimischung in ein breites, ausgewogenes Portfolio tun (keine Anlageberatung).
Tipp: Mit unserem ETF Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie sich dein Vermögen mit einem Quantencomputer-ETF über die Zeit entwickelt.
Durch Diversifikation soll das unsystematische Risiko des Portfolios verringert werden. Das unsystematische Risiko beschreibt das Risiko das ein Anleger eingeht, wenn er sein gesamtes Geld in nur ein Anlageobjekt wie beispielsweise einen nicht marktbreiten ETF investiert.
Ein Quantencomputer-ETF legt nur in sehr wenige Unternehmen an und ist damit nicht so breit gestreut wie z.B. ein ETF auf den FTSE All-World. Mit so einem marktbreiten Basis-Investment profitieren Sparer von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und reduzieren gleichzeitig das Anlagerisiko.
Wer stärker in einzelne Themen investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All-World (Keine Anlageberatung).
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