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Robotik-ETFs: Welcher ist der beste? 🏔️ ETF.at

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 12.01.2026

Einführung

Roboter werden nicht unsere Jobs stehlen, aber sie werden unsere Arbeit verändern. In der Industrie setzen Unternehmen schon seit Jahren auf Automatisierung, um effizienter und sicherer zu produzieren. Auch im Gesundheitswesen und in der Landwirtschaft halten Roboter immer mehr Einzug. Die Bandbreite reicht dabei von präzisen OP-Assistenten bis hin zu bei autonomen Erntemaschinen.

Für Anleger stellt sich damit die Frage, wie kann man vom Boom der Robotik profitieren, ohne gleich in einzelne, teils riskante Aktien zu investieren? Die Antwort sind Robotik-ETFs. Sie bündeln Unternehmen aus diesem Bereich in einem Produkt. Angefangen bei Hersteller industrieller Fertigungsroboter bis zum Entwickler von KI-gestützten Drohnen.

In diesem Artikel schauen wir uns an, was Robotik eigentlich umfasst, welche Chancen und Risiken solche ETFs bieten und wie sich der Markt entwickelt. Am Ende wirst du wissen, worauf du bei der Auswahl des besten Robotik-ETFs achten solltest.

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Foto von Possessed Photography auf Unsplash

Was ist Robotik?

Robotik ist der Bereich der Technik, der sich mit der Entwicklung, Konstruktion und dem Einsatz von Robotern beschäftigt. Das umfasst nicht nur die klassischen Industrieroboter in Autofabriken, sondern auch Service- und Assistenzroboter, autonome Fahrzeuge, Drohnen und medizinische Operationssysteme.

In der Industrie sprechen wir oft von Industrierobotern, die präzise, wiederholbare Aufgaben in der Produktion übernehmen. Diese Maschinen werden oft in Kombination mit Sensorik, maschinellem Sehen und Künstlicher Intelligenz eingesetzt, um komplexe Abläufe selbstständig auszuführen.

Im Alltag begegnen uns zunehmend Serviceroboter wie Staubsaugerroboter oder Lieferdrohnen. Zusätzlich gibt es humanoide Roboter, die in Hotels oder im Gastgewerbe eingesetzt werden. In der Medizin nutzen Chirurgen Roboter wie das "Da Vinci Surgical System", um Eingriffe minimalinvasiv und mit höchster Präzision durchzuführen.

Österreich hat im Robotikbereich zwar keine globalen Unternehmen, aber eine wachsende Szene an Spezialunternehmen und Forschungseinrichtungen. Die TU Wien und die Johannes Kepler Universität Linz forschen an KI-gestützter Robotik.

Für Anleger ist entscheidend, dass Robotik ein Querschnittsthema ist. Es umfasst nicht nur Maschinenbau, sondern auch Software, Sensorik, Datenverarbeitung und KI. Ein Robotik-ETF bildet diese Vielfalt ab und bietet so Zugang zu einem stark wachsenden Technologiemarkt.

Chancen & Risiken

Robotik gilt als einer der spannendsten Zukunftsmärkte, aber wie bei jeder boomenden Branche gibt es neben großem Potenzial auch Fallstricke:

Chancen:

  • Breite Einsatzfelder: Industrie, Medizin, Landwirtschaft, Logistik und sogar Unterhaltungselektronik
  • Innovation: Fortschritte in KI, Sensorik und Energieeffizienz beschleunigen den Einsatz von Robotern
  • Demografie: In alternden Gesellschaften steigt der Bedarf an Automatisierung, um Arbeitskräftemangel auszugleichen

Risiken:

  • Disruption: Neue Technologien können bestehende Produkte schnell veralten lassen
  • Zyklische Nachfrage: Investitionen in Industrieanlagen hängen oft von der Konjunktur ab
  • Zulieferketten: Halbleiterengpässe oder Rohstoffmangel können neue Produkte verzögern

Der globale Markt für Robotik wächst rasant. Laut einem Bericht des IFR (International Federation of Robotics) verzeichnen Fabriken weltweit einen operativen Rekordbestand von 4.281.585 Industrie-Robotern in 2023. Das ist ein Plus von 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der 2023 neu installierten Einheiten übertraf das dritte Jahr in Folge die Marke von einer halben Millionen Stück.

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Quelle: World Robotics (Stand: 2024)

Industrie 4.0, also die intelligente Vernetzung von Maschinen, Produktionsprozessen und Daten, ist dabei einer der größten Wachstumsmotoren. In der Fertigungsindustrie ersetzen Roboter nicht nur repetitive Aufgaben, sondern übernehmen auch komplexe Prozesse, die hohe Präzision erfordern. Parallel dazu wächst der Markt für Serviceroboter wie etwa autonome Lagerfahrzeuge oder Roboter in Pflegeheimen.

Europa spielt bei der Robotik eine starke Rolle, besonders in der Automatisierungstechnik. Länder wie Deutschland, die Schweiz und auch Skandinavien sind führend bei industriellen Anwendungen.

  • Kollaborative Roboter (Cobots)
    Roboter, die direkt mit Menschen zusammenarbeiten und keine massiven Sicherheitsvorkehrungen benötigen. Sie sind besonders in kleinen und mittleren Unternehmen gefragt, die Flexibilität in der Produktion benötigen.
  • Servicerobotik im Alltag
    Vom Lieferroboter im Restaurant bis zum automatischen Pflegeassistenten. Der Einsatz in nicht-industriellen Bereichen wächst kontinuierlich.
  • Künstliche Intelligenz in der Robotik
    Roboter werden dank Machine Learning immer autonomer, treffen Entscheidungen in Echtzeit und passen sich an wechselnde Umgebungen an.
  • Logistik- und Lagerautomation
    Unternehmen wie Amazon und DHL investieren Milliarden in autonome Fördersysteme und Lagerroboter, um Lieferzeiten zu verkürzen und Kosten zu senken.
  • Agrarrobotik
    Ernte-, Pflanz- und Unkrautroboter helfen Landwirten, Arbeitskräftemangel zu kompensieren und Erträge zu optimieren. Das ist ein wachsender Bereich, besonders im Kontext des Klimawandels.
  • Medizinische Robotik
    Chirurgische Assistenzsysteme werden immer präziser und finden vermehrt Einsatz in Krankenhäusern weltweit.

Der Robotikmarkt ist einer der dynamischsten Technologiebereiche unserer Zeit. Für Investoren bieten Robotik-ETFs eine Möglichkeit, an diesem breiten und globalen Wachstum zu partizipieren. Sie bieten Zugang zu Industrie-, Service- und KI-gestützter Robotik in einem einzigen Produkt.

Der beste Robotik-ETF

Aktuell wird das Thema von 4 ETFs abgebildet. Wir haben in diesem Ratgeber die Top 3 in den Bereichen Performance, Kosten und Fondsvolumen verglichen. Mehr ETFs findest du in unserer ETF Suche.

Performance

In 2025 hat der Xtrackers MSCI Global SDG 9 Industry, Innovation & Infrastructure UCITS ETF 1C 1C (ISIN: IE0005E47AH7) eine Rendite von +28,69 % erzielt.

ETF-NameISIN20252024202320222021
Xtrackers MSCI Global SDG 9 Industry, Innovation & Infrastructure UCITS ETF 1C 1CIE0005E47AH7+28,69 %-18,40 %-12,88 %
L&G ROBO Global Robotics and Automation UCITS ETFIE00BMW3QX54+8,86 %+5,19 %+19,60 %-29,35 %+25,28 %
iShares Automation & Robotics UCITS ETFIE00BYWZ0333+3,87 %+12,10 %+33,75 %-30,31 %+31,42 %
Quelle: ETF Anbieter (12.01.2026)

Kosten

Der Xtrackers MSCI Global SDG 9 Industry, Innovation & Infrastructure UCITS ETF 1C 1C (ISIN: IE0005E47AH7) hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,35 % pro Jahr.

ETF-NameISINGesamtkostenquote (TER)
Xtrackers MSCI Global SDG 9 Industry, Innovation & Infrastructure UCITS ETF 1C 1CIE0005E47AH70,35 %
iShares Automation & Robotics UCITS ETFIE00BYZK45520,40 %
iShares Automation & Robotics UCITS ETFIE00BYWZ03330,40 %
Quelle: ETF Anbieter (12.01.2026)

Fondsvolumen

Der iShares Automation & Robotics UCITS ETF (ISIN: IE00BYZK4552) verwaltet ein Anlagevolumen (AUM) von über 3 Milliarden Euro.

ETF-NameISINFondsvolumen
iShares Automation & Robotics UCITS ETFIE00BYZK45523.098 Mio. €
L&G ROBO Global Robotics and Automation UCITS ETFIE00BMW3QX54719 Mio. €
iShares Automation & Robotics UCITS ETFIE00BYWZ0333199 Mio. €
Quelle: ETF Anbieter (12.01.2026)

ETF-Sparplan: Robotik-ETF

Wer günstig in einen Robotik-ETF investieren möchte, sollte nicht zu einer Filialbank gehen. Diese Banken verlangen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind.

Mit einem ETF-Sparplan hast du die Möglichkeit, regelmäßig in einen Robotik-ETF zu investieren. Einen ETF Sparplan kannst du bei einem Online Broker anlegen. Diese bieten deutlich bessere Konditionen im Vergleich zu einer Filialbank.

Die komplette Übersicht der Broker für einen Robotik-ETF findest du in unserem Vergleich "ETF Sparplan für Österreich". Alternativ findest du die Top 3 ETF-Sparplan-Anbieter in der folgenden Tabelle:

TOP 3: ETF Sparplan Österreich
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flatex.at logo Zum Anbieter *
Zum Vergleich 
Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen Verlustrisiken. (Testkriterien)

Fazit

Robotik-ETFs sind eine attraktive Möglichkeit, in einen zukunftsträchtigen Markt zu investieren, der in den kommenden Jahrzehnten eine zentrale Rolle in Industrie und Alltag spielen wird. Sie kombinieren technologische Innovation mit einer breiten Unternehmensstreuung und eröffnen Anlegern Zugang zu internationalen Marktführern und spannenden Newcomern.

Aber auch dieser Sektor ist nicht immun gegen Konjunkturschwankungen, technologische Umbrüche und Bewertungsrisiken. Wer investiert, sollte einen langfristigen Horizont mitbringen und sich nicht von kurzfristigen Rücksetzern aus der Ruhe bringen lassen.

Wer Robotik-ETFs als strategische Beimischung einsetzt, kann von diesem Megatrend profitieren, ohne sich auf einzelne riskante Aktien festlegen zu müssen. Um Fehler bei der ETF-Investition zu vermeiden, sollten Anleger das Factsheet, die Kosten und das Anlagevolumen des ETFs im Blick haben (keine Anlageberatung).

Tipp: Mit unserem ETF Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie sich dein Vermögen mit einem Robotik-ETF über die Zeit entwickelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Investment in einen Robotik-ETF ausreichend diversifziert (breit gestreut)?

Durch Diversifikation soll das unsystematische Risiko des Portfolios verringert werden. Das unsystematische Risiko beschreibt das Risiko das ein Anleger eingeht, wenn er sein gesamtes Geld in nur ein Anlageobjekt wie beispielsweise einen nicht marktbreiten ETF investiert.

Ein Robotik-ETF legt nur in sehr wenige Unternehmen an und ist damit nicht so breit gestreut wie z.B. ein ETF auf den FTSE All-World. Mit so einem marktbreiten Basis-Investment profitieren Sparer von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und reduzieren gleichzeitig das Anlagerisiko.

Wer stärker in einzelne Themen investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All-World (Keine Anlageberatung).






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Risikohinweis: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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