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Rüstungs-ETFs: Welcher ist der beste? 🏔️ ETF.at

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 12.01.2026

Einführung

In einer Welt, die zunehmend von Unsicherheit geprägt ist, kommen Rüstungs-ETFs als interessante Anlageoption ins Blickfeld. Diese ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit, in Unternehmen aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu investieren und dabei von den wachsenden Militärausgaben weltweit zu profitieren.

Doch wie bei jeder Investition gibt es sowohl Chancen als auch Risiken, die es zu beachten gilt. Während die Aussicht auf stabilen Ertrag verlockend sein kann, sind ethische Fragen und die Volatilität der Märkte nicht zu vernachlässigen.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die verschiedenen Facetten von Rüstungs-ETFs, beleuchten die Chancen, die sie bieten, und zeigen die potenziellen Fallstricke auf, die Anleger kennen sollten.

Was sind Rüstungs-ETFs?

Ein Rüstungs-ETF bildet einen Index ab, der Aktien von Unternehmen enthält, die hauptsächlich im Verteidigungssektor tätig sind. Das umfasst Hersteller von Kampfflugzeugen, Drohnen, Raketenabwehrsystemen, Munition und IT-Sicherheitsunternehmen.

Einige bekannte Indizes, die in diesem Bereich verwendet werden, sind:

  • STOXX Global Defense Index
  • iEdge Global Military & Defense Index
  • Solactive Defense Index

Wichtige Bestandteile von ETFs die diese Indizes verwenden, sind meist Unternehmen wie Rheinmetall, Lockheed Martin, BAE Systems oder Rolls-Royce. Manche Rüstungs-ETFs schließen Unternehmen die mit kontroversen Waffen wie Streumunition aus, andere nicht.

Wichtig: Manche Rüstungs-ETFs enthalten auch Unternehmen aus den Bereichen Luftfahrt oder IT. Diese Unternehmen sind nur teilweise militärisch aktiv. Am besten schaust du dir die Indexzusammensetzung vor dem Kauf gut an!

Die wichtigsten Akteure im Rüstungssektor

Wer in Rüstungs-ETFs investiert, sollte die größten Player kennen. Hier sind einige Schlüsselunternehmen der weltweiten Verteidigungsindustrie:

  • Lockheed Martin (USA): Weltgrößter Rüstungskonzern, Hersteller des F-35 Kampfjets
  • Raytheon Technologies (USA): spezialisiert auf Raketenabwehr und Elektroniksysteme
  • BAE Systems (UK): Hauptlieferant der britischen Streitkräfte
  • Thales Group (Frankreich): Stark in Cyberabwehr und militärischer Elektronik
  • Leonardo (Italien): Europäischer Hersteller von Helikoptern und Radar

Diese Firmen profitieren von den steigenden Militärbudgets in Europa und Nordamerika. ETFs, die diese Schwergewichte enthalten, bieten Zugang zu einem strategisch relevanten und wirtschaftlich wachsenden Segment.

Chancen & Risiken

Rüstungs-ETFs sind kein Geheimtipp mehr. Hier sind einige Gründe, warum viele Anleger gerade jetzt einsteigen:

Chancen:

Tipp: Rüstungs-ETFs können als Beimischung im Portfolio interessant sein. Die Korrelation zu klassischen Aktienindizes ist oft niedrig. Das bedeutet: Rüstungs-ETFs können eine echte Diversifikation im Portfolio darstellen.

Risiken:

  1. Ethisch umstritten: Viele Anleger meiden Investments in Waffen aus moralischen Gründen.
  2. Politische Abhängigkeit: Gewinne hängen stark von Regierungsaufträgen ab.
  3. Volatilität: Geopolitische Ereignisse können Kurse heftig bewegen.

Hinweis: Wer sensibel auf diese Fragen reagiert, sollte die Indexkriterien genau prüfen. Manche ETFs schließen etwa Nuklearwaffen oder Streumunition explizit aus. Wer ethisch für sich keine Probleme sieht, findet in Rüstungs-ETFs unter Umständen eine renditestarke Nische.

Der Markt für Rüstungs-ETFs hat in den letzten Jahren einen Boom erlebt und Analysten sehen noch weiteres Wachstumspotential. Prognosen von Morningstar gehen davon aus, dass die europäischen Verteidigungsausgaben, bis 2030 3,2 % des BIP (876 Mrd. USD) und bis 2032 3,5 % erreichen werden, bevor sie sich bei 3 % stabilisieren.

Warum steigen die Militärausgaben in Europa? Drei Hauptfaktoren sind die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung:

  1. Krieg in der Ukraine und Nahostkonflikte
  2. Nachholbedarf für Rüstung in Europa
  3. Wandel in der öffentlichen Meinung – Sicherheit ist wieder wichtig

Viele ETF-Anbieter wie iShares, VanEck oder WisdomTree haben neue Produkte auf den Markt gebracht, die speziell auf diese Entwicklung reagieren.

Der beste Rüstungs-ETF

Aktuell wird das Thema von 14 ETFs abgebildet. Wir haben in diesem Ratgeber die Top 3 in den Bereichen Performance, Kosten und Fondsvolumen verglichen. Mehr ETFs findest du in unserer ETF Suche.

Performance

In 2025 hat der Global X Defence Tech UCITS ETF USD Accumulating (ISIN: IE000JCW3DZ3) eine Rendite von +57,33 % erzielt.

ETF-NameISIN20252024
Global X Defence Tech UCITS ETF USD AccumulatingIE000JCW3DZ3+57,33 %
VanEck Defense UCITS ETF AIE000YYE6WK5+49,25 %+52,70 %
First Trust Indxx Global Aerospace & Defence UCITS ETF Class A AccumulationIE000NVDQXE1+45,27 %
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 12.01.2026)

Kosten

Der SPDR S&P Europe Defense Vision UCITS ETF (ISIN: IE0008GRJRO8) hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,15 % pro Jahr.

ETF-NameISINTER
SPDR S&P Europe Defense Vision UCITS ETF EUR (Acc)IE0008GRJRO80,15 %
Xtrackers Europe Defence Technologies UCITS ETF 1CLU30614789730,15 %
BNP Paribas Easy Bloomberg Europe Defense UCITS ETF AccLU30479988960,18 %
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 12.01.2026)

Fondsvolumen

Der VanEck Defense UCITS ETF (ISIN: IE000YYE6WK5) verwaltet ein Anlagevolumen (AUM) von über 7,3 Milliarden Euro.

ETF-NameISINFondsvolumen
VanEck Defense UCITS ETF AIE000YYE6WK57.368 Mio. €
WisdomTree Europe Defence UCITS ETF EUR Unhedged AccIE0002Y8CX983.851 Mio. €
HANetf Future of Defence UCITS ETFIE000OJ5TQP42.705 Mio. €
Quelle: ETF Anbieter (Stand: 12.01.2026)

ETF-Sparplan: Rüstungs-ETF

Wer günstig in einen Rüstungs-ETF investieren möchte, sollte nicht zu einer Filialbank gehen. Diese Banken verlangen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind.

Mit einem ETF-Sparplan hast du die Möglichkeit, regelmäßig in einen Rüstungs-ETF zu investieren. Einen ETF Sparplan kannst du bei einem Online Broker anlegen. Diese bieten deutlich bessere Konditionen im Vergleich zu einer Filialbank.

Die komplette Übersicht der Broker für einen Rüstungs-ETF findest du in unserem Vergleich "ETF Sparplan für Österreich". Alternativ findest du die Top 3 ETF-Sparplan-Anbieter in der folgenden Tabelle:

TOP 3: ETF Sparplan Österreich
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Zum Vergleich 
Hinweis: Investitionen in Wertpapiere bergen Verlustrisiken. (Testkriterien)

Fazit

Rüstungs-ETFs sind keine Massenprodukte, aber sie boomen gerade in unsicheren Zeiten. Für viele sind sie eine interessante Beimischung, für andere ein No-Go. Für Anleger, die sich bewusst mit dem Thema auseinandersetzen, können Rüstungs-ETFs ein spannender Baustein im Portfolio sein.

Wenn du bereit bist, mit dieser Art von Investment umzugehen – sowohl finanziell als auch moralisch – dann findest du aktuell spannende Produkte, die gute Performance bei relativ niedriger Korrelation zum Gesamtmarkt bieten.

Wer in Themen-ETFs investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All-World (Keine Anlageberatung).

Tipp: Mit unserem ETF Sparplan-Rechner kannst du berechnen, wie sich dein Vermögen über die Zeit entwickelt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist ein Investment in einen Rüstungs-ETF ausreichend diversifziert (breit gestreut)?

Durch Diversifikation soll das unsystematische Risiko des Portfolios verringert werden. Das unsystematische Risiko beschreibt das Risiko das ein Anleger eingeht, wenn er sein gesamtes Geld in nur ein Anlageobjekt wie beispielsweise einen nicht marktbreiten ETF investiert.

Ein Rüstungs-ETF legt nur in sehr wenige Unternehmen an und ist damit nicht so breit gestreut wie z.B. ein ETF auf den FTSE All-World. Mit so einem marktbreiten Basis-Investment profitieren Sparer von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und reduzieren gleichzeitig das Anlagerisiko.

Wer stärker in einzelne Themen investieren möchte, sollte das nur als Beimischung zu einem breiten Basisinvestment wie dem MSCI World oder FTSE All-World (Keine Anlageberatung).






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Risikohinweis: Veranlagungen in Finanzinstrumenten sind mit Risiken verbunden und können neben den Erträgen auch zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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