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Was sind ETFs? So spart Österreich mit Exchange Traded Funds!

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein ETF?
  2. Warum sind ETFs so unbekannt?
  3. Welche Kosten hat ein ETF?
  4. Wie sicher sind ETFs?
  5. Was für ETF Arten gibt es?
  6. Welche ETF Anbieter gibt es?
  7. Wo kauft man am besten ETFs?

1. Was ist ein ETF?

Ein ETF (engl. "Exchange Traded Fund") oder Indexfonds ist ein börsengehandelter Fonds, der die Zusammensetzung und Entwicklung eines Wertpapierindex nachbildet. Der Austrian Traded Index (ATX) ist der bekannteste Aktienindex in Österreich und z.B. die Grundlage für den ATX ETF. Dieser Indexfonds enthält die 20 größten und börsennotierten Unternehmen in Österreich. Man könnte ihn also auch als "ETF Österreich" bezeichnen.

Neben Aktien können ETFs auch aus weiteren Anlageklassen wie z.B. Anleihen, Immobilien oder Rohstoffen bestehen. Mit Exchange Traded Funds aus verschiedenen Anlageklassen können Sparer ihr Investment in Branchen und Regionen auf der ganzen Welt streuen und zeitgleich ihr Anlagerisiko reduzieren. Zusätzlich sind ETF Fonds bei der Insolvenz einer Bank oder eines Brokers besonders geschützt, durch ihren rechtlichen Status als Sondervermögen.

Die langfristige Geldanlage (engl. "buy & hold") mit Indexfonds wird auch als passives Investieren bezeichnet. Durch die Kopplung an einen Index benötigen ETFs kein teures Fondsmanagement, das bei klassischen Investmentfonds versucht, die Rendite des Vergleichsindex durch aktives Handeln, zu übertreffen. Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass über 90 % der aktiven Händler ein geringeres Endkapital erzielen, als passive Investoren die langfristig auf ETFs setzen.

Besonders einfach vorsorgen können Interessierte mit einem ETF Sparplan oder einem Robo-Advisor. Dabei muss der Sparer nicht selber an der Börse handeln, sondern nur entscheiden, ob er regelmässig (z.B. monatlich) einen kleineren Betrag spart oder einmalig einen größeren Betrag anlegt. Alternativ können erfahrene Anleger ETFs natürlich auch jederzeit und ohne Laufzeitbegrenzung an der Börse kaufen und verkaufen.

Indexfonds bieten Sparern die Möglichkeit kostengünstig, breit gestreut und einfach zu investieren. Sie eignen sich damit ideal als Bausteine für die langfristige Geldanlage und die private Altersvorsorge.

Was ist ein Wertpapierindex?

Ein Wertpapierindex misst die Entwicklung eines bestimmten Marktes oder Teilmarktes. Dabei kann es sich um eine bestimmte Gruppe von Wertpapieren wie z.B. Aktien, Anleihen oder Rohstoffe handeln, die einer bestimmten Branche oder Region zugeordnet sind. Der ATX ist z.B. ein klassischer Aktienmarktindex. Er beinhaltet die 20 größten Unternehmen in Österreich unabhängig von ihrer Branche.

Der Inhalt und die Gewichtung eines Wertpapierindex wird durch den Indexanbieter vorgegeben und unterliegt fest definierten Regeln. Entspricht ein Unternehmen nicht mehr den Regeln, wird es aus dem Index entfernt und ein passendes Unternehmen in den Index aufgenommen. Durch die passive Kopplung eines ETFs an einen Index, erfolgt die Anpassung der im Fonds enthaltenen Wertpapiere automatisch und ohne teures aktives Fondsmanagement.

Was ist ein Investmentfonds?

In einem klassischen Fonds oder Investmentfonds bündeln Anleger ihr Kapital und ein Fondsmanager versucht, das eingesammelte Kapital im Rahmen einer vorgegebenen Anlagestrategie möglichst gewinnbringend zu investieren. Die Anlagestrategie legt dabei fest, in welche Anlageklassen, Branchen und Regionen, der Fondsmanager investieren darf.

Bei der Umsetzung der Anlagestrategie versucht der Fondsmanager, durch den aktiven Kauf und Verkauf von z.B. Aktien seinen jeweiligen Vergleichsindex (engl. "Benchmark") zu übertreffen. Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass es langfristig kaum einem Fondsmanager gelingt seinen Vergleichsindex zu "schlagen". Hauptursachen hierfür sind die hohen Kosten für das aktive Fondsmanagement und die geringe "Trefferquote" bei der Auswahl gewinnbringender Investments.

ETFs sind eine Unterart der Investmentfonds und bilden einen Index wie z.B. den ATX eins zu eins ab. Die Auswahl und Gewichtung der einzelnen Wertpapiere ist dabei an den Index gekoppelt. Exchange Traded Funds sind passive Fonds, d.h. sie benötigen kein teures Fondsmanagement, das versucht Wertpapiere aktiv auswählt und verwaltet.

2. Warum sind ETFs so unbekannt?

Die ersten ETFs sind in den USA schon seit den 1970er Jahren auf den Markt. Zu Beginn haben besonders Großanleger wie Pensionskassen und Versicherungen Indexfonds genutzt, um ihren preisbewussten Kunden massgeschneiderte Geldanlagen anzubieten. In Europa ist der Handel mit Indexfonds schon seit dem Jahr 2000 möglich. Allerdings werden ETFs auch heute fast noch immer ausschließlich im Internet beworben oder von Honorarberatern empfohlen.

Der Grund hierfür ist, dass Finanzberater und Bankberater, die eine Provision für den Verkauf klassischer Fonds erhalten, auch weiterhin kein Interesse haben ihren Kunden ETFs anzubieten, weil sie von den Anbietern keine Vermittlungsgebühren erhalten. Allerdings berichten zunehmend auch immer mehr Medien über die Vorteile von Indexfonds. Verbraucherzentralen z.B. empfehlen ETFs als Alternative zu den teuren klassischen Fonds.

In Zeiten in denen es auch für langfristige Sparguthaben keine nennenswerten Zinsen mehr gibt, ist das Investieren in Indexfonds eine echte Alternative, um nachhaltig Vermögen aufzubauen und Inflationsverluste zu verhindern.

3. Welche Kosten hat ein ETF?

Über 90 % der klassischen Fonds, erzielen über einen längeren Zeitraum eine geringere Performance als ihr Vergleichsindex. Schuld daran sind besonders die hohen Transaktions- und Verwaltungskosten von klassischen Fonds im Gegensatz zur kostengünstigen Alternative der Indexfonds.

Vermittlungsgebühren

Einige Onlinebroker bieten den Erwerb von ETFs mittlerweile kostenlos an, während beim Kauf eines klassischen Fonds oft eine einmalige Vermittlungsgebühr (Ausgabeaufschlag) von bis zu 5 % der Investitionssumme anfällt.

Verwaltungsgebühren

Auch bei den jährlichen Verwaltungsgebühren ist der ETF den klassischen Fonds überlegen. Die klassische Konkurrenz berechnet für die Verwaltung jährlich bis zu 2,5 % d.h. diese Gebühren werden vom Wertzuwachs des Fonds abgezogen. Für einen ETF liegen sie häufig nur bei maximal 0,5 %.

Gewinnbeteiligungen

Im Fall einer besonders guten Performance, erheben einige klassische Fonds zusätzlich noch eine Gewinnbeteilung von bis zu 20 %.

Spätestens jetzt sollte klar sein, dass kaum ein klassischer Fonds diese Kosten langfristig durch eine höhere Rendite wieder reinholen kann. Ganz anders verhält es sich mit einem ETF. Durch die passive Nachbildung eines Index erzielt ein ETF zwar nur die Marktrendite, aber von der eigentlichen Wertentwicklung bleibt, aufgrund der geringeren Kosten, mehr erhalten. Dieser Umstand führt zwangsläufig zu einem höheren Endkapital für den ETF Anleger.

4. Wie sicher sind ETFs?

Mit dem Kauf eines ETF erwirbt man einen Anteil an einem Investmentfonds. Als Unterart der Investmentsfonds, sind ETFs Sondervermögen, das rechtlich besonders geschützt ist. Damit können sich die Eigentümer auf klare Regeln und Verfahren verlassen, für den Fall, dass eine Fondsgesellschaft, eine Depotbank oder ein Onlinebroker Insolvenz anmeldet.

Laut Gesetz müssen Fondsgesellschaften das Geld ihrer Kunden, d.h. die Fondsanteile, getrennt vom Unternehmensvermögen aufbewahren. Zu diesem Zweck werden die Kundengelder in der Regel bei einer unabhängigen Depotbank hinterlegt. So soll verhindert werden, dass das Anlegervermögen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft mit in die Konkursmasse fällt und daraus Ansprüche von Gläubigern bedient werden.

Nach der Insolvenz einer Fondsgesellschaft ist die Depotbank verpflichtet, die Verwaltung der ETFs zu übernehmen und die Übertragung des Fondsvermögens sicherzustellen wenn eine neue Fondsgesellschaft gefunden worden ist. Für den Fall, dass nicht die Fondsgesellschaft, sondern die Depotbank Insolvenz anmeldet, werden die Fondsanteile an einen anderen Treuhänder übergehen, der dann auch als neue Verwahrstelle dient.

Bei einem Ausfall der Bank oder des Brokers, der das Wertpapierdepot führt, besteht ebenfalls kein Grund zur Sorge. In diesem Fall wird das Depot von einem Treuhänder, der auch als neuer Ansprechpartner dient, übernommen.

5. Was für ETF Arten gibt es?

Physischer ETF

Wenn ein Anbieter, die im Index enthalten Wertpapiere eins zu eins nachkauft, spricht man von einem physisch replizierenden ETF. Diesen Begriff verwendet man auch, wenn in einem Indexfonds nicht alle Wertpapiere tatsächlich enthalten sind, sondern nur eine optimierte Auswahl (engl. "Optimized Sampling").

Synthetischer ETF

Statt die Wertpapiere im Index eins zu eins nachzukaufen, kann ein Anbieter sich auch von einer anderen Partei (z.B. einer Bank) die gewünschte Wertentwicklung durch einen Swap zusichern lassen. In diesem Fall spricht man von einem synthetisch replizierenden ETF.

Ausschüttender ETF

Von einem ausschüttenden Indexfonds spricht man, wenn an die Eigentümer der Fondsanteile, die Dividenden der Indexunternehmen, ausgeschüttet werden. Bei den meisten Anbietern erfolgt die Ausschüttung in der Regel jährlich oder quartalsweise.

Wiederanlegender ETF

Wenn der Anbieter die Dividenden automatisch wieder im Fondsvermögen anlegt, spricht man von einem wiederanlegenden oder auch thesaurierenden ETF. Durch die direkte Wiederanlage kann der Sparer ggf. von einem Steuerstundungseffekt profitieren.

6. Welche ETF Anbieter gibt es?

Exchange Traded Funds werden in der Regel von Banken und speziellen Fondsgesellschaften aufgelegt. Der weltweit größte dieser Spezialanbieter ist iShares. Das Unternehmen gehört zum US-Vermögensverwalter Blackrock und verwaltet allein in Europa über 400 Mrd. EUR (Stand: Dezember 2019).

Die Größe der Anbieter wird gemessen an ihrem verwalteten Kundenvermögen, dass auch AUM (engl. "Assets Under Management) genannt wird.

7. Wo kauft man am besten ETFs?

Wer günstig in ETFs investieren möchte, sollte nicht sofort zu einer Filialbank rennen. Diese Banken verlangen für das Wertpapierdepot und die Kauf- und Verkaufstransaktionen Gebühren, die in der Regel deutlich zu hoch sind. Sparer sollten sich stattdessen erst überlegen welcher Anlegertyp sie sind.


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