ETFs mit geringer Volatilität können Aktienrisiken in unsicheren Marktphasen spürbar reduzieren. Morningstar hat vier Low-Volatility-ETFs für Europa, die USA, globale Märkte und Schwellenländer bewertet.
In Zeiten steigender Marktturbulenzen suchen Anleger nach Wegen, ihr Portfolio zu schützen, ohne komplett auf Aktien zu verzichten. ETFs mit geringer Volatilität bieten hier eine Lösung. Sie reduzieren Schwankungen, verfügen aber über das Wachstumspotenzial von Aktien. Morningstar hat vier dieser Smart-Beta-ETFs einer Bewertung unterzogen.
Low-Volatility-ETFs, auch Minimum-Volatility-ETFs genannt, sind Smart-Beta-Produkte. Sie folgen nicht dem klassischen Marktkapitalisierungsansatz, sondern wählen Aktien mit historisch niedrigen Schwankungen aus. Diese ETFs haben das Ziel, das Verlustrisiko zu senken, während das Engagement in Aktienmärkten erhalten bleibt.
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Diese Strategien gewichten defensive Sektoren wie Versorger oder Konsumgüter höher und reduzieren zyklische Branchen wie Technologie oder Rohstoffe. Im Vergleich zu Standardindizes wie dem MSCI World schneiden sie in ruhigen Bullenmärkten oft schlechter ab, punkten aber bei Marktrückgängen.
Diese Fonds eignen sich besonders für Anleger, die in unsicheren Phasen mit Rezessionsängsten oder geopolitischen Spannungen stabilere Renditen anstreben.
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Morningstar hat vier Low-Volatility-ETFs analysiert und mit Gold- und Silber-Ratings bewertet. Hier die vier Top-ETFs mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten:
| ETF | Region | Morningstar-Rating |
|---|---|---|
| State Street SPDR EURO STOXX Low Volatility UCITS ETF | Europa | Gold |
| iShares Edge MSCI EM Minimum Volatility UCITS ETF USD (Acc) | Schwellenländer | Silber |
| Xtrackers MSCI World Minimum Volatility UCITS ETF | Global | Silber |
| iShares Edge S&P 500 Minimum Volatility UCITS ETF | USA | Silber |
Chancen: In Bärenmärkten oder Phasen hoher Volatilität minimieren diese ETFs Drawdowns. Zusätzlich profitieren Anleger so von einer geringeren emotionalen Belastung. Das ist besonders nützlich für Buy-and-Hold-Strategien.
Risiken: In starken Aufschwungphasen hinken sie hinterher, da sie Wachstumsaktien meiden. Zudem bieten sie keine Garantie für Outperformance, da vergangene Wertentwicklungen nicht in die Zukunft fortgeschrieben werden können.
Low-Volatility-ETFs eignen sich vor allem für Anleger, die am Aktienmarkt investiert bleiben wollen, aber nur geringe Schwankungen in ihrem Depot akzeptieren. Einsteiger profitieren von der einfachen Handhabung und niedrigen Einstiegshürden. Fortgeschrittene nutzen sie zur Risikoreduktion in Kern-Satellite-Portfolios.
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