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UBS senkt ETF-Kosten und verschärft den Gebührenwettbewerb

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 05.05.2026

UBS senkt ETF-Kosten und verschärft den Gebührenwettbewerb
Bildquelle: Foto von Thomas Wolter auf Unsplash

UBS senkt die laufenden Kosten mehrerer ETFs und verschärft damit den Wettbewerb bei Indexfonds. Für Anleger im Euroraum werden vor allem Kernbausteine für US-, Europa- und Weltportfolios günstiger.

UBS Asset Management reduziert die laufenden Kosten mehrerer Aktien ETFs und nimmt einen Fonds auf den Euro Stoxx 50 in sein Core Sortiment auf. Für Privatanleger ist das vor allem deshalb interessant, weil die Gesamtkostenquote bei breit gestreuten Indexfonds langfristig spürbar auf die Nettorendite wirkt. Die stärkste Senkung betrifft den UBS Core MSCI USA ETF, dessen jährliche Kostenquote von 0,06 auf 0,03 % fällt.

Fünf UBS ETFs werden günstiger

Die Anpassungen betreffen fünf börsengehandelte Indexfonds, die wichtige Aktienmärkte abdecken. Im Mittelpunkt steht der UBS Core MSCI USA ETF. Er bildet den US Aktienmarkt über den MSCI USA ab und kostet künftig nur noch 0,03 % pro Jahr. Damit halbiert UBS die bisherige Gesamtkostenquote.

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Auch bei anderen regionalen Bausteinen sinken die Gebühren. Der UBS Core MSCI EMU ETF wird von 0,12 auf 0,09 % günstiger. Der Fonds investiert in Aktien aus der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Der UBS MSCI World ex USA ETF, der Industrieländer außerhalb der USA abbildet, reduziert seine TER von 0,14 auf 0,09 %.

Ebenfalls günstiger wird der UBS MSCI Pacific ex Japan ETF. Für diesen Fonds sinkt die jährliche Gesamtkostenquote von 0,14 auf 0,09 %. Er deckt Aktienmärkte im Pazifikraum ohne Japan ab, etwa Australien, Hongkong oder Singapur.

Neu im Core Angebot ist der UBS Core Euro Stoxx 50 ETF. Der Fonds lief bislang unter dem Namen UBS Euro Stoxx 50 ETF. Zugleich reduziert UBS die Kosten von 0,09 auf 0,06 % pro Jahr. Der Euro Stoxx 50 enthält 50 große börsennotierte Unternehmen aus der Eurozone.

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Was die niedrigere TER für Anleger bedeutet

Die TER, kurz für Total Expense Ratio, zeigt die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds im Verhältnis zum investierten Vermögen. Sie wird nicht separat vom Verrechnungskonto abgebucht, sondern laufend im Fondsvermögen berücksichtigt. Eine niedrigere TER erhöht daher nicht automatisch die Rendite in jedem einzelnen Jahr, verbessert aber die Ausgangslage für Anleger.

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Beispiel

Wer 20.000 Euro über viele Jahre in einen ETF investiert, zahlt bei einer TER von 0,14 % rechnerisch 28 Euro pro Jahr. Bei 0,09 % sind es 18 Euro. Bei einem sehr günstigen Fonds mit 0,03 % fallen rechnerisch 6 Euro an. Über lange Anlagezeiträume und bei größeren Beträgen können solche Unterschiede ins Gewicht fallen.

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Für die Auswahl eines ETFs reicht die TER allein dennoch nicht aus. Entscheidend sind auch die tatsächliche Abbildungsqualität, die Handelsspannen an der Börse, Fondsgröße, Replikationsmethode, steuerliche Behandlung und die Frage, ob der Fonds zum eigenen Depot passt. Gerade bei Sparplänen können zusätzlich Orderentgelte oder Aktionskonditionen des Brokers relevant sein.

UBS senkt ETF Kosten nach starkem Wachstum im Core Segment

Die Gebührensenkungen kommen rund ein Jahr nach dem Start der Core Reihe von UBS Asset Management. Nach Angaben des Unternehmens flossen diesen ETFs in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 18,5 Milliarden US Dollar an Nettomitteln zu. Das verwaltete Vermögen der Core ETFs liegt inzwischen bei über 50 Milliarden US Dollar.

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Der Schritt passt in einen breiteren Markttrend. Bei Standardindizes wie MSCI USA, MSCI World oder großen Regionenindizes ist der Wettbewerb besonders intensiv. Viele Anbieter versuchen, Kernbausteine für langfristige Portfolios mit sehr niedrigen laufenden Kosten anzubieten. Für Anleger führt das zu einer größeren Auswahl, macht den Vergleich aber nicht zwingend einfacher.

Für wen die betroffenen ETFs relevant sein können

Die gesenkten Gebühren betreffen ausschließlich nicht währungsgesicherte Anteilsklassen. Damit tragen Anleger weiterhin Wechselkursschwankungen, wenn die im ETF enthaltenen Aktien in anderen Währungen notieren.

Die betroffenen Fonds sind nach UBS Angaben in den meisten europäischen Ländern zum Vertrieb zugelassen, darunter Deutschland, Österreich, die Schweiz und Frankreich. Damit können sie grundsätzlich für Anleger relevant sein, die ein breit gestreutes Depot mit kostengünstigen Indexfonds aufbauen oder bestehende ETF Positionen überprüfen möchten.

Niedrige Gebühren ersetzen keine Anlagestrategie

Die neuen Konditionen verbessern die Kostenposition der betroffenen UBS ETFs. Daraus folgt aber keine automatische Kaufempfehlung. Ein ETF sollte zur eigenen Risikotragfähigkeit, zum Anlagehorizont und zur gewünschten regionalen Aufteilung passen.

Wer langfristig investiert, sollte deshalb nicht nur auf die niedrigste Kostenquote achten, sondern auf ein stimmiges Gesamtkonzept. Dazu gehören ausreichende Streuung, regelmäßige Überprüfung der Gewichtung und ein Anlagebetrag, der auch in schwachen Marktphasen nicht kurzfristig benötigt wird.

Für Privatanleger bleibt die Nachricht dennoch relevant. Sinkende Gebühren erhöhen den Druck im ETF Markt und können langfristig die Nettorendite verbessern. Wer bereits in einen der betroffenen Fonds investiert ist, profitiert künftig von niedrigeren laufenden Kosten. Wer ein Depot neu aufbaut, erhält weitere günstige Optionen für zentrale Aktienmärkte.

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Fabian Taterka

fabian taterkaFabian ist der Gründer von ETF.at. Seit 2019 bietet ETF.at kostenlose Informationen und Tools zum Thema "ETFs & Geldanlagen". Fabian hat über 20 Jahre Börsenerfahrung. Er setzt auf ETFs, um kostengünstig vorzusorgen und langfristig Vermögen aufzubauen.


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