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Invesco präsentiert physisch besicherten Gold ETC

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 22.06.2026

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Invesco präsentiert physisch besicherten Gold ETC
Bildquelle: Foto von Andrej Sachov auf Unsplash

Der neue Gold ETC von Invesco bietet einen börsengehandelten Zugang zur Goldpreisentwicklung über physisch hinterlegte Barren. Das Produkt kann für Privatanleger interessant sein, die Gold als Depotbeimischung nutzen möchten.

Der Invesco Physical Gold II ETC (ISIN: XS3384723154) ist seit dem 19. Juni 2026 an der Deutschen Börse Xetra handelbar. Für Privatanleger ist der neue Gold ETC vor allem deshalb relevant, weil er den Goldpreis über physisch hinterlegte Goldbarren abbilden soll und mit einer laufenden Kostenquote von 0,12 % vergleichsweise schlank konstruiert ist.

Das Produkt richtet sich an Anleger, die Gold über die Börse handeln möchten, ohne Barren oder Münzen selbst lagern zu müssen. Jeder Gold-ETC ist ein Zertifikat, das durch Goldbarren besichert ist, die laut Invesco im Tresor der J.P. Morgan Chase Bank in London verwahrt werden.

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Hinweis: Auch wenn viele Anleger nach einem Gold-ETF suchen, handelt es sich hier nicht um klassische UCITS ETFs. Für Anleger liegt zwischen ETFs und ETCs rechtlich und beim Risikoprofil ein erheblicher Unterschied.

In Europa sind ETFs nicht wie in den USA für ein einzelnes Asset wie Gold oder Silber zugelassen. Aus diesem Grund werden in Europa ETCs für Assets wie Gold genutzt. Diese sind ähnlich wie ETFs an der Börse handelbar, unterliegen aber anderen regulatorischen Rahmenbedingungen.

Was der Invesco Physical Gold II ETC abbildet

Der Invesco Physical Gold II ETC bildet die Entwicklung des LBMA Gold Price ab. Dieser Preisstandard wird am Londoner Goldmarkt ermittelt und gilt als wichtige Orientierung für den internationalen Handel mit Gold. Anleger erhalten damit über ein börsengehandeltes Wertpapier Zugang zur Goldpreisentwicklung.

Laut Invesco ist der ETC durch Goldbarren gedeckt. Das unterscheidet physisch besicherte Gold ETCs von Produkten, die Gold nur über Derivate oder andere Finanzinstrumente nachbilden. Für Anleger ist diese Konstruktion wichtig, weil sie die Verbindung zwischen Wertpapier und hinterlegtem Edelmetall transparenter macht.

Trotzdem bleibt ein Gold ETC kein klassischer ETF auf Aktien oder Anleihen. Ein ETC ist rechtlich in der Regel eine börsengehandelte Schuldverschreibung. Das bedeutet, Anleger investieren nicht in einen Fonds mit einem breit gestreuten Sondervermögen, sondern in ein Wertpapier des Emittenten, das durch Sicherheiten unterlegt sein kann.

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Warum Gold ETCs für Privatanleger relevant sind

Gold wird häufig als Beimischung im Depot genutzt. Der Grund liegt nicht in laufenden Erträgen, sondern in der besonderen Rolle des Edelmetalls. Gold wirft keine Zinsen und keine Dividenden ab. Es kann aber in bestimmten Marktphasen anders reagieren als Aktien oder Anleihen.

Viele Anleger nutzen Gold daher zur Diversifikation. Das bedeutet, sie wollen das Depot breiter aufstellen und nicht ausschließlich von Unternehmensgewinnen, Zinsentwicklungen oder einzelnen Währungen abhängig sein. Ein physisch hinterlegter Gold ETC kann diesen Zugang vereinfachen, weil er börsentäglich handelbar ist und keine eigene Lagerung erfordert.

Gleichzeitig ist Gold kein risikoloser Baustein. Der Preis kann stark schwanken. Steigende Realzinsen, ein stärkerer US Dollar oder nachlassende Nachfrage können den Goldpreis belasten. Auch Währungsbewegungen können eine Rolle spielen, wenn Anleger in Euro investieren und der Goldpreis international in US Dollar notiert.

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Kosten und Konstruktion im Anlegercheck

Die laufende Kostenquote des Invesco Physical Gold II ETC liegt bei 0,12 % pro Jahr. Diese Kennzahl ist für Anleger wichtig, weil Kosten die Wertentwicklung über die Zeit mindern. Bei Goldprodukten fallen keine Dividenden an, die Kosten ausgleichen könnten. Umso genauer lohnt der Blick auf die Gesamtkosten.

Neben der angegebenen Kostenquote sollten Anleger auch Handelskosten berücksichtigen. Dazu zählen der Spread zwischen Kauf und Verkaufskurs, mögliche Börsenentgelte und Gebühren des Brokers. Gerade bei kurzfristigem Handel können diese Kosten stärker ins Gewicht fallen als die jährliche Produktgebühr.

Die physische Besicherung ist ein zentraler Punkt. Entscheidend sind aber zusätzlich noch die Verwahrstruktur, Besicherungsmechanismus, Emittentenrisiko und Bedingungen für den Umgang mit dem hinterlegten Gold.

Chancen und Risiken des neuen Gold ETC

Die wichtigste Chance liegt im einfachen Zugang zum Goldpreis. Anleger können den Invesco Physical Gold II ETC über die Börse kaufen und verkaufen. Das ist praktischer als der Erwerb von physischem Gold, bei dem Lagerung, Versicherung, Handelsspannen und Echtheitsprüfung eine Rolle spielen.

Ein weiterer Vorteil ist die Transparenz der Benchmark. Der LBMA Gold Price ist ein etablierter Referenzpreis. Anleger können die Entwicklung des Produkts daher grundsätzlich gut mit dem Goldmarkt vergleichen.

Auf der Risikoseite steht vor allem die Volatilität des Goldpreises. Gold kann über längere Zeiträume seitwärts laufen oder deutlich fallen. Zudem erzielt Gold keine laufenden Erträge. Wer Gold beimischt, setzt also auf Wertveränderungen und nicht auf Ausschüttungen.

Hinzu kommt das strukturelle Risiko eines ETC. Auch wenn das Produkt physisch besichert ist, sollten Anleger verstehen, dass ein ETC rechtlich anders funktioniert als ein UCITS ETF auf einen Aktienindex. Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein wichtiger Unterschied für die Risikoeinordnung.

ETF Übersicht

MerkmaleDetails
ETF-NameInvesco Physical Gold II ETC
ISINXS3384723154
EmittentInvesco
StrategieAbbildung der Goldpreisentwicklung über physisch hinterlegte Goldbarren
BenchmarkLBMA Gold Price
Replikationsmethodephysisch
IndexbeschreibungEntwicklung des LBMA-Goldpreises abbilden
Laufende Kostenquote0,12 % pro Jahr
AnlageschwerpunktGold
Managementpassiv
Ertragsverwendungnicht zutreffend
BörsenplätzeLSE, Deutsche Börse Xetra
Listing-Datum19. Juni 2026
Quelle: Invesco (Stand: 22.06.2026 )

Für wen der Invesco Physical Gold II ETC in Frage kommt

Der Invesco Physical Gold II ETC kann für Anleger relevant sein, die Gold als begrenzte Depotbeimischung einsetzen möchten und einen börsengehandelten Zugang bevorzugen. Besonders wichtig ist dabei die klare Abgrenzung zur klassischen Geldanlage in Aktien ETF. Gold beteiligt Anleger nicht an Unternehmen, zahlt keine Dividenden und schafft keinen laufenden Cashflow.

Für langfristige Anleger kann ein Gold ETC vor allem als Diversifikationsbaustein dienen. Die Gewichtung sollte zur persönlichen Risikotragfähigkeit, zum Anlagehorizont und zur bestehenden Depotstruktur passen. Wer bereits stark in Rohstoffe oder goldnahe Anlagen investiert ist, sollte Überschneidungen prüfen.

Vor einem Kauf sollten Anleger die Produktunterlagen lesen, die steuerliche Behandlung klären und die Handelskosten beim eigenen Broker vergleichen. Der neue Invesco Physical Gold II ETC erweitert das Angebot an börsengehandelten Goldprodukten. Ob er ins Depot passt, hängt jedoch von der individuellen Strategie ab.

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Fabian Taterka

fabian taterkaFabian ist der Gründer von ETF.at. Seit 2019 bietet ETF.at kostenlose Informationen und Tools zum Thema "ETFs & Geldanlagen". Fabian hat über 20 Jahre Börsenerfahrung. Er setzt auf ETFs, um kostengünstig vorzusorgen und langfristig Vermögen aufzubauen.


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