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tradegate.direct erweitert Angebot um Sparpläne

fabian taterka Fabian Taterka
Stand: 22.05.2026

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tradegate.direct erweitert Angebot um Sparpläne
Bildquelle: Foto von Sasun Bughdaryan auf Unsplash

Der Neobroker tradegate.direct erweitert sein Angebot und bietet ab sofort Sparpläne für ETFs und Aktien ohne Ausführungsgebühr an.

Der deutsche Online-Broker tradegate.direct hat sein Angebot um Wertpapiersparpläne erweitert. Damit können Kunden des Brokers ab sofort regelmäßig in Aktien und börsengehandelte Produkte investieren, darunter auch ETFs.

Für Privatanleger kann das interessant sein, weil der bislang eher auf Einzelorders ausgerichtete Anbieter nun stärker in den Wettbewerb mit Neobrokern tritt. Die Konditionen sind bei den Kosten auffällig schlank, beim Komfort aber nicht in allen Punkten auf dem Niveau mancher Wettbewerber.

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Wichtig: Als deutscher Broker ist tradegate.direct nicht steuereinfach für Österreicher. Das bedeutet, dass der Broker keinen automatischen KESt-Abzug für Anleger aus Österreich bietet. Als Folge müssen Kursgewinne, Dividenden und Zinsen selbst in der Einkommensteuererklärung erfasst werden.

tradegate.direct Sparplan ohne Ausführungsgebühr

Der neue tradegate.direct Sparplan kann ab einer Sparrate von 25 Euro eingerichtet werden. Die maximale Rate liegt bei 100.000 Euro. Gebühren für die Ausführung fallen nach den aktuellen Konditionen nicht an. Das gilt sowohl für Aktien als auch für ETPs.

Hinweis: Der Begriff ETP steht für "Exchange Traded Product" und ist ein Oberbegriff. Neben ETFs (Exchange Traded Funds) gehören noch ETNs (Exchange Traded Notes) und ETCs (Exchange Traded Commodities) zu Produktkategorie der ETPs.

Für viele Anleger dürfte vor allem der ETF Sparplan im Fokus stehen. Mit solchen Sparplänen lässt sich regelmäßig in breit gestreute Indexfonds investieren, etwa auf globale Aktienindizes. Bei der Gesamtzahl der sparplanfähigen ETPs und Aktien bleibt der Anbieter vage und spricht auf seiner Webseite von mehreren Tausend.

Die Ausführung ist flexibel wählbar. Anleger können zwischen monatlicher, zweimonatlicher, vierteljährlicher, halbjährlicher und jährlicher Ausführung entscheiden. Als Termine stehen der 3., 9., 18. und 27. eines Monats zur Auswahl. Damit lässt sich der Sparplan zumindest grob an Gehaltseingang oder eigene Liquiditätsplanung anpassen.

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Was Anleger bei den Konditionen beachten sollten

Die Kostenstruktur wirkt auf den ersten Blick einfach. Depotführung, Einzelorders und Sparplanausführungen sind bei tradegate.direct gebührenfrei. Kostenlos im engeren Sinne ist Wertpapierhandel dennoch nie. Der Anbieter verdient über die Handelsspanne zwischen Kauf und Verkaufskurs, den sogenannten Spread.

Das Modell hängt eng mit der Struktur des Hauses zusammen. Der Broker ein Service der Tradegate AG. Orders der Kunden laufen über diesen Handelsplatz beziehungsweise bei Sparplänen außerbörslich über die Tradegate AG. Für Anleger bedeutet das, dass sie die sichtbaren Gebühren nicht isoliert betrachten sollten. Entscheidend ist auch, zu welchem Kurs die Ausführung erfolgt.

Spreads können je nach Wertpapier, Marktphase und Handelszeit unterschiedlich hoch sein. Bei liquiden ETFs auf große Indizes sind die Spannen häufig enger als bei weniger gehandelten Aktien oder Spezialprodukten. Wer regelmäßig investiert, sollte daher nicht nur auf eine Ausführungsgebühr von 0 Euro achten, sondern auch auf die Handelsqualität.

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Kein Lastschrifteinzug und keine automatische Erhöhung

Bei zwei Komfortfunktionen bleibt tradegate.direct zum Start zurückhaltend. Einen Einzug der Sparrate vom Girokonto per Lastschrift bietet der Broker nicht an. Anleger müssen also dafür sorgen, dass rechtzeitig ausreichend Guthaben auf dem Verrechnungskonto vorhanden ist. (Vielen Dank für diesen Hinweis an Franziska Händschel von finjou.de)

Auch eine Dynamisierung ist nicht vorgesehen. Darunter versteht man die automatische Erhöhung der Sparrate, etwa jährlich um einen festen Prozentsatz. Für die Altersvorsorge kann eine solche Funktion nützlich sein, weil Sparraten mit steigendem Einkommen oder zur Anpassung an Inflation wachsen. Wer diesen Effekt bei tradegate.direct nutzen möchte, muss die Rate manuell ändern.

Für erfahrenere Anleger ist das kein großes Hindernis. Für Einsteiger, die eine möglichst automatisierte Lösung suchen, kann es aber ein Nachteil gegenüber Brokern sein, die Lastschrift und Dynamisierung anbieten.

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Zwei Depots bei tradegate.direct

Eine Besonderheit ist die Depotstruktur. Kunden erhalten bei tradegate.direct ein Investmentdepot und ein Tradingdepot. Sparpläne können einem der beiden Depots zugeordnet werden. Diese Entscheidung sollte bewusst getroffen werden, da ein späterer interner Übertrag zwischen den beiden Depots derzeit nicht vorgesehen ist.

Das kann in der Praxis relevant werden. Wer langfristige ETF Sparpläne getrennt von kurzfristigeren Aktienpositionen führen möchte, sollte die Zuordnung vor der ersten Ausführung prüfen. Eine saubere Trennung kann helfen, den Überblick zu behalten und unterschiedliche Anlageziele nicht zu vermischen.

Auswahl hängt vom Tradegate Angebot ab

Der Handel bei tradegate.direct ist an den eigenen Handelsplatz gebunden. Besparbar sind nur Wertpapiere, die über Tradegate verfügbar und für Sparpläne freigeschaltet sind. Ein separater Sparplanfinder steht derzeit nicht zur Verfügung.

Für Standard ETFs auf bekannte Weltindizes dürfte das Angebot viele Grundbedürfnisse abdecken. Wer sehr spezielle Themen ETFs, kleinere Aktien oder Nischenprodukte besparen möchte, sollte die Verfügbarkeit jedoch vor einer Depoteröffnung beziehungsweise vor der Planung prüfen.

Ein weiterer Punkt betrifft Depotwechsel. Ein eingehender Depotübertrag zu tradegate.direct ist aktuell nicht möglich. Anleger können also bestehende Bestände nicht einfach vom bisherigen Broker übertragen. Wer tradegate.direct nutzen will, muss neue Positionen dort aufbauen oder sein bestehendes Depot parallel weiterführen.

Einordnung im Broker Vergleich

Mit den neuen Sparplänen wird tradegate.direct für eine breitere Zielgruppe relevant. Bisher sprach der Broker vor allem Kunden an, die Wertpapiere direkt über Einzelorders handeln wollten. Die Möglichkeit, Aktien und ETFs regelmäßig zu besparen, macht das Angebot auch für langfristige Vermögensbildung und Altersvorsorge nutzbar.

Im Kostenvergleich liegt tradegate.direct mit 0 Euro Ausführungsgebühr auf Augenhöhe mit vielen Neobrokern. Unterschiede zeigen sich eher bei Ausstattung und Bedienkomfort. Fehlende Lastschrift, keine automatische Sparratenerhöhung und kein Sparplanfinder machen das Angebot weniger bequem als manche Konkurrenzlösungen.

Für Anleger, die ohnehin mit tradegate.direct arbeiten und ihre Sparpläne selbst verwalten möchten, kann die neue Funktion eine sinnvolle Ergänzung sein. Wer dagegen maximale Automatisierung, breite Suchfunktionen oder einen unkomplizierten Depotumzug erwartet, sollte die Einschränkungen berücksichtigen.

Eine Entscheidung für oder gegen einen Broker sollte nicht allein an einer kostenlosen Sparplanausführung hängen. Wichtig sind die verfügbare Wertpapierauswahl, die Handelsbedingungen, die Bedienbarkeit, steuerliche Abwicklung, Servicequalität und die Frage, ob der Broker zum eigenen Anlageverhalten passt.

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Fabian Taterka

fabian taterkaFabian ist der Gründer von ETF.at. Seit 2019 bietet ETF.at kostenlose Informationen und Tools zum Thema "ETFs & Geldanlagen". Fabian hat über 20 Jahre Börsenerfahrung. Er setzt auf ETFs, um kostengünstig vorzusorgen und langfristig Vermögen aufzubauen.


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